Die Filme in der Woche vom 27.04. bis 03.05.2017:

Sonntag um 11:15 Uhr

Regie: Arantxa Aguirre

OmU
CH ESP / 2016
3. Woche
Plakatmotiv "Dancing Beethoven"
Das weltberühmte Béjart-Ballett Lausanne tanzt Beethovens Neunte Symphonie.
In meisterhaft gestalteten Bildern wird uns die atemberaubende Entstehungsgeschichte eines der erfolgreichsten Tanzstücke des 21. Jahrhunderts präsentiert.

„Alle Menschen werden Brüder“, heißt es in Schillers „Ode an die Freude“, die Ludwig van Beethoven in seiner berühmten 9. Symphonie vertonte.
In Maurice Béjarts Ballettfassung des großen Werkes wird diese Utopie zu getanzter Wirklichkeit. Zusammen mit dem Tokyo Ballet und dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta brachte das Béjart Ballet Lausanne 2015 eines der atemberaubendsten Tanzstücke des 20. Jahrhunderts auf die Bühne.
Neun Monate lang verfolgt der Film in rauschhaften Bildern die ebenso schweißtreibenden wie leidenschaftlichen Proben bis hin zur triumphalen Aufführung des Kunstwerkes. Wir sehen Tänzern, Choreografen, Musikern aus aller Welt vereint bei der Arbeit zu und lauschen ihren Ausführungen zu Beethovens Komposition, die den ewigen Kreislauf des Lebens und die Freude am Dasein feiert.

Mehr Infos zum Film unter http://https://www.youtube.com/watch?v=PgeRLlux2Wg


Donnerstag bis Dienstag um 19:00 Uhr
Mittwoch um 17:45 Uhr

Regie: Aki Kaurismäki

Frei ab 0 Jahren
FIN / 2016
8. Woche
Plakatmotiv "Die andere Seite der Hoffnung"
Aki Kaurismäki wurde auf den 67. Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Silbernen Bär für die Beste Regie ausgezeichnet!

Khaled (Sherwan Haji), ein junger Syrer, gelangt als blinder Passagier nach Helsinki. Dort will er Asyl beantragen, ohne große Erwartungen an seine Zukunft. Wikström (Sakari Kuosmanen) ist ein fliegender Händler für Männerhemden und Krawatten. In der Mitte des Lebens angekommen, verlässt er seine Frau, gibt seinen Job auf und profiliert sich kurzfristig als Poker-Spieler. Von dem wenigen Geld, das er dabei gewinnt, kauft er ein herunter-gewirtschaftetes Restaurant in einer abgelegenen Gasse von Helsinki. Als die finnischen Behörden entscheiden, Khaled in die Ruinen von Aleppo zurückzuschicken, beschließt er, illegal im Land zu bleiben. Wikström findet ihn schlafend im Innenhof vor seinem Restaurant. Vielleicht sieht er etwas von sich selbst in diesem ramponierten, angeschlagenen Mann. Jedenfalls stellt er Khaled als Putzkraft und Tellerwäscher an. Für einen Moment zeigt uns das Leben seine sonnigere Seite, aber schon bald greift das Schicksal ein. Der Ausgang des Films bleibt offen, er führt entweder in ein respektables Leben oder auf den Friedhof. Für in die Enge getriebene Menschen bietet beides Vorzüge.

DIE ANDERE SEITE DER HOFFNUNG erzählt davon, dass jeder Melancholie ein fast rebellischer Zug der Hoffnung innewohnt. Und zeigt das Leben als Wechselspiel von ständiger Sehnsucht und schwankender Hoffnung, von fast märchenhafter Menschlichkeit und kaltem Realismus. Aki Kaurismäkis Filme sind bekannt für ihren lakonischen, skurrilen und minimalistischen Stil. Seine Helden waren immer die "kleinen Leute": Außenseiter, Arbeiter und Arbeitslose – die Verlierer der Gesellschaft. Seit LE HAVRE hat Kaurismäki den Kosmos seiner filmischen „Underdogs“ um eine globale Komponente erweitert. Um diejenigen, die auf der Flucht sind und jetzt in der sozialen Hierarchie ganz unten stehen.
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Mehr Infos zum Film unter http://www.die-andere-seite-der-hoffnung.de/


Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 20:15 Uhr
Sonntag um 20:15 Uhr OmU
Mittwoch um 16:30 Uhr

Regie: Olivier Jahan

Frei ab 12 Jahren
F / 2015
3. Woche
Plakatmotiv "Die Schlösser aus Sand"

Bretagne, Côtes d'Armor, Eleonore ist mit ihrem Ex-Freund Samuel in das Haus ihres Vaters am Meer zurückgekehrt, in dem sie und Samuel viele glückliche Sommer verbracht haben, als sie noch ein Paar waren. Nach dem Tod ihres Vaters muss Eleonore das Haus verkaufen und Samuel hat ihr angeboten ihr zu helfen es für die potentiellen Käufer herzurichten. Eigentlich wissen beide, dass sie noch viel für einander empfinden, aber dazu gemeinsam in schönen Erinnerungen zu schwelgen kommen sie nicht, denn die Immobilienmaklerin Claire führt einen potentiellen Käufer nach dem anderen durch das Haus und eine Nachbarin die das ganze aus der Ferne beobachtet, scheint ihre ganz eigenen Erinnerungen an das Haus und Eleonores Vater zu haben.

-Ein filmischer Glücksfall, dem Leben abgeschaut.
Ein schwebend poetischer Film von Olivier Jahan über Verlust und neuen Lebensmut. (…) Wie Jahan es schafft, mit solcher Leichtigkeit, ja mit Selbstverständlichkeit von diesen Dingen zu erzählen, ist fast ein Wunder, das sich vor unseren Augen vollzieht  - nicht zuletzt dank eines Ensembles, das sich Jahans Gabe der Poesie bedingungslos anvertraut.-   (herausragend)
Kölner Stadt-Anzeiger

-Olivier Yahan (Buch und Regie) hat einen ungewöhnlichen Film mit starken, glaubwürdigen Figuren gemacht, die von zwei der schönsten Menschen gespielt werden, die ich seit Langem im Kino gesehen habe – allein Emma de Caunes’ braune Augen sind zum Reinversinken. Wenn Sie einfach mal wieder einen richtig guten Liebesfilm ohne doofe Klischees sehen wollen: voilà.-  (herausragend) Brigitte

Der stimmig inszenierte tragikomische Liebesfilm „Die Schlösser aus Sand“ gewann auf der Filmkunstmesse Leipzig 2016 den Publikumspreis.

 


Mehr Infos zum Film unter http://www.die-schloesser-aus-sand.de


Donnerstag bis Freitag um 15:45 Uhr
Sonntag um 12:45 Uhr

Regie: C. Krönes, O. S. Müller, R. Schrotthofer und Florian Weigensamer

Frei ab 12 Jahren
Österreich / 2016
3. Woche
Plakatmotiv "Ein deutsches Leben"
Brunhilde Pomsel bezeichnet sich selbst als Randfigur. Dabei kam sie einem der größten Verbrecher der Geschichte so nah wie kaum jemand sonst: Von 1942 bis April 1945 arbeitete sie im Reichspropagandaministerium als persönliche Stenographin von Joseph Goebbels. Noch in den letzten Kriegstagen, nach Goebbels Suizid, tippte sie im Bunker Schriftsätze und wurde unmittelbare Zeugin des "Untergangs". In EIN DEUTSCHES LEBEN spricht sie erstmals umfassend über ihre persönlichen Erfahrungen im engsten Zirkel um Hitlers größten Hetzer und Massenverführer, über ihre Zweifel, Ängste und ihr Schuldbewusstsein. Der Film ist zugleich ihr letztes Zeugnis: Im Januar 2017 verstarb Brunhilde Pomsel im Alter von 106 Jahren.

Die im konzentrierten Schwarz-Weiß gehaltenen Interview-Passagen werden durch neu erschlossenes Archivmaterial aus dem US Holocaust Memorial Museum und dem Steven Spielberg Film and Video Archive ergänzt. Ausschnitte aus Nachrichten- und "Aufklärungs"-Filmen der verschiedenen kriegsführenden Nationen vermitteln ganz bewusst einseitige und subjektive Informationen und reflektieren so die Wirkung von Propaganda auf einer zeitdokumentarischen Ebene.

Die Erinnerungen Pomsels sind in Zeiten, in denen Populisten in aller Welt immer mehr Zuspruch erhalten und rechtes Gedankengut vor allem in Europa wieder um sich greift, von beklemmender Aktualität. Ihre Lebensgeschichte beleuchtet die Banalität des Schreckens, konfrontiert uns mit der brisanten Frage nach der Verantwortung des Einzelnen für das politische Zeitgeschehen und ist eine eindringliche Warnung aus der Vergangenheit an künftige Generationen.

Mehr Infos zum Film unter http://www.eindeutschesleben.de/


Mittwoch um 20:00 Uhr

Regie: Susanne Binninger

D / 2017
Plakatmotiv "Fighter"
NRW-Premiere: Mittwoch, 3. Mai um 20:00 Uhr.
In Anwesenheit der Regisseurin Susanne Binninger, der Protagonisten Andreas Kraniotakes und Lom ali Leon Eskijew, sowie der Produzenten und Teammitglieder.


Sie kämpfen im Käfig. Weil sie es wollen, und weil andere das sehen wollen. Andreas Kraniotakes, Khalid Taha und Lom Ali Eskijew sind Profis in Mixed Martial Arts (MMA). Sie prügeln sich im Zweikampf, auf offener Bühne, mit allen erlaubten Mitteln. Sie gehen an Grenzen, und überscheiten sie; die ihres Körpers, gesellschaftliche Regeln, moralische Tabus. Damit verbunden sind extreme Gefühlszustände; bei den Kämpfern, ihren Unterstützern und Fans, aber auch bei den Gegnern. MMA wird in Deutschland kontrovers diskutiert, die Debatte ist emotional aufgeladen. Aber die Kämpfer wollen als Sportler anerkannt werden; dafür trainieren sie hart, und leben asketisch. Kraniotakes, Taha und Eskijew sind moderne Gladiatoren; sie dürfen nicht altern, sich nicht verletzen – und eigentlich auch nicht verlieren.

Mehr Infos zum Film unter http://www.realfictionfilme.de/filme/fighter/


Montag um 14:00 Uhr

Regie: Antje Starost und Hans-Helmut Grotjahn

Frei ab 0 Jahren
Deutschland / 2016
1. Woche
Plakatmotiv "Geschichte einer Liebe - Freya"
Ist die Liebe stärker als der Tod? Freya Deichmanns Leben ändert sich von Grund auf, als sie mit 18 Jahren Helmuth James von Moltke (1907-1945) kennenlernt. "Ich sah ihn und mein Herz stand still." Er ist die Liebe ihres Lebens, die im Sommer 1929 beginnt und sich im Alltag des Dritten Reiches bewähren muss.

Dramatischer Höhepunkt ist die Zeit der Inhaftierung von Helmuth im Januar 1944. Es ist eine Zeit zwischen Hoffnung und Abschied. Jeder Tag kann der letzte sein. Ihr großes Glück: Fast täglich schreiben sie sich Briefe, geschmuggelt durch den Gefängnispfarrer Harald Poelchau (1903-1972). Eine Liebe im Widerstand, die auch mit der Hinrichtung des geliebten Menschen nicht endet.

Nina Hoss und Ulrich Matthes leihen dem Briefwechsel zwischen Freya und Helmuth ihre Stimmen. Diese sehr persönlichen Briefe sind einmalige Zeugnisse der Zeitgeschichte, die noch intensiver wirken, wenn man die 90jährige Freya (1911-2010) vital und ausdrucksstark, mit ihrem rheinischen Humor und ihrer Lebenszugewandtheit im Film erlebt. Eine Geschichte, die das Leben geschrieben hat.

„Danke für diese wunderbare, poetische und zugleich außergewöhnliche Liebesgeschichte. Es ist schon ein Kunstwerk, aus dem zur Verfügung stehenden Material und eigenen Aufnahmen einen sehr interessanten, berührenden und jederzeit spannenden Film zu montieren. Und ein gelungener Kunstgriff ist es, die wunderbare Nina Hoss und Ulrich Matthes aus den Briefen von Freya und Helmuth von Moltke zitieren zu lassen. Die Sprache der beiden Liebenden ist sehr besonders und ein ebensolches Erlebnis.“

Mehr Infos zum Film unter http://https://www.youtube.com/watch?v=_sr4vmjSDM4


Freitag bis Sonntag um 22:15 Uhr

Regie: Rupert Sanders

OmU
USA GB / 2016
3. Woche
Plakatmotiv "Ghost in the Shell"
In der nahen Zukunft ist Major (Scarlett Johansson) der Prototyp einer neuen Generation. Als Überlebende eines verheerenden Unfalls wurde sie mit kybernetischen Fähigkeiten ausgestattet, die sie zur perfekten Soldatin machen. Ihre Aufgabe: Die gefährlichsten Kriminellen der Welt zu stoppen. Als der Terrorismus ein bisher ungekanntes Ausmaß erreicht und es Hackern gelingt, sich in die menschliche Psyche einzuloggen und diese zu kontrollieren, ist Major die einzige, die die Attentäter aufhalten kann. Auf ihrer Jagd nach einem mächtigen neuen Feind wird sie mit einer unerwarteten Wahrheit konfrontiert: Ihr Leben wurde nicht gerettet – es wurde ihr gestohlen. Ohne Rücksicht auf Verluste versucht sie nun, ihre Vergangenheit zu rekonstruieren, herauszufinden, wer ihr das angetan hat, und die Verantwortlichen zu stellen ...

In dem auf der gleichnamigen international erfolgreichen Sci-Fi-Reihe basierenden Film GHOST IN THE SHELL zeigt sich Scarlett Johansson („Marvel's The Avengers 2: Age of Ultron“, „Lucy“) als Major unter der Regie von Rupert Sanders („Snow White and the Huntsman“) von ihrer kämpferischen Seite. Gemeinsam mit Japan-Superstar Takeshi Kitano („Outrage Beyond“) sowie Oscar®-Gewinnerin Juliette Binoche („Die Wolken von Sils Maria“), Pilou Asbæk („Game of Thrones“, „A War“) und Kaori Momoi („Grüße aus Fukushima“) tritt sie gegen den von Charakterdarsteller Michael Pitt („7 Psychos“) verkörperten Cyber-Terroristen Kuze an.


Mehr Infos zum Film unter http://www.ghostintheshellmovie.com/intl/trailerdebut/debut/index.php?id=PLz3nyt80mNyGa1tf14veqErcxkHnXWPo4


Happy Burnout

Donnerstag bis Dienstag um 21:00 Uhr
Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 17:00 Uhr
Sonntag um 15:00 Uhr
Mittwoch um 18:30 Uhr

Regie: André Erkau

Frei ab 6 Jahren
D / 2016
1. Woche
Plakatmotiv "Happy Burnout"
Alt-Punk Fussel (Wotan Wilke Möhring) ist Frauenheld, Lebenskünstler und Systemverweigerer aus Überzeugung. Arbeit? Nicht mit ihm. Er lässt es lieber ruhig angehen, hat immer einen Spruch parat und wickelt mit seinem jungenhaften Charme die Bekanntschaft von der Supermarkttheke genauso um den Finger wie seine Nachbarin Frau Pasternak und Frau Linde (Victoria Trautmannsdorf), die Sachbearbeiterin im Arbeitsamt. Die ihm verfallen ist und seine Zurückhaltung in Sachen Jobanstrengung duldet - bis eine interne Prüfung sie zwingt aktiv zu werden. Zu einem Job lässt Fussel sich nicht überreden, daher vermittelt sie ihm etwas anderes: ein Arbeitsunfähigkeits-Attest. Diagnose Burnout. Samt Therapie in einer stationären Klinik. So findet sich der chaotische Tunichtgut mirnichtsdirnichts zwischen echten Ausgebrannten wieder, den Gestrandeten einer Gesellschaft im Effizienzwahn. Mit seiner unorthodoxen Art mischt Fussel den Laden gehörig auf und bringt die Therapeuten und Krankenschwester Alexandra (Anke Engelke) auf die Palme - aber auch frischen Wind in den Laden. Und den können seine neuen Mitbewohner - der lebensmüde Sonnenstudiobesitzer Günther (Michael Wittenborn), der cholerische Kinder-Entertainer Datty (Kostja Ullmann), die überforderte Mutter Merle (Julia Koschitz) und Geschäftsmann Anatol (Torben Liebrecht) - auch mehr als gebrauchen. Doch je besser er sie kennen lernt, desto mehr beginnt selbst Fussel nachzudenken. Bis irgendwann gar nicht mehr so klar ist, wer hier eigentlich wen therapiert, wer wirklich Hilfe braucht und worum es am Ende des Tages tatsächlich geht. In der Therapie. Und im echten Leben.



Sonntag um 12:00 Uhr

Regie: Theodore Melfi

Frei ab 6 Jahren
USA / 2016
13. Woche
Plakatmotiv "Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen"
HIDDEN FIGURES – UNERKANNTE HELDINNEN ist die bisher noch nicht erzählte, unglaubliche Geschichte von Katherine Johnson (Taraji P. Henson), Dorothy Vaughn (Octavia Spencer) und Mary Jackson (Janelle Monáe). Eine leidenschaftliche Hommage an drei herausragende afroamerikanische Frauen, die zu Beginn der sechziger Jahre bei der NASA arbeiten und an vorderster Front an einem der wichtigsten Ereignisse der jüngeren Zeitgeschichte beteiligt sind. Die brillanten Mathematikerinnen sind Teil jenes Teams, das dem ersten US- Astronauten John Glenn die Erdumrundung ermöglicht. Eine atemberaubende Leistung, die der amerikanischen Nation neues Selbstbewusstsein gibt, den Wettlauf ins All neu definiert und die Welt aufrüttelt. Dabei kämpft das visionäre Trio um die Überwindung der Geschlechter- und Rassengrenzen und ist eine Inspiration für kommende Generationen, an ihren großen Träumen festzuhalten.

Der Mut machende Film wurde sowohl als Bester Film als auch für das Beste adaptierte Drehbuch nominiert. Octavia Spencer erhielt eine Nominierung für ihre starke und gleichzeitig einfühlsame Darstellung der Dorothy Vaughan als Beste Nebendarstellerin. In der gleichen Kategorie gewann sie den Oscar® bereits 2012 für Ihre beeindruckende schauspielerische Leistung im Film THE HELP.


Mehr Infos zum Film unter http://www.fox.de/hidden-figures


Sonntag bis Montag um 14:30 Uhr

Regie: Garth Davis

AUS GB USA / 2016
6. Woche
Plakatmotiv "Lion"
Sechs Oscarnominierungen 2017: u.a. Bester Film.

Ein Tag wie jeder andere im Leben des fünfjährigen Saroo: Auf dem Bahnhof der indischen Kleinstadt, in der sein Bruder ihn für einige Stunden zurückgelassen hat, sucht er nach Münzen und Essensresten. Vor Erschöpfung schläft er schließlich in einem haltenden Zug ein und findet sich nach einer traumatischen Zugfahrt am anderen Ende des Kontinents in Kalkutta wieder. Auf sich allein gestellt irrt er wochenlang durch die gefährlichen Straßen der Stadt, bis er in einem Waisenhaus landet, wo er von Sue (Nicole Kidman) und John Brierley (David Wenham) adoptiert wird, die ihm ein liebevolles Zuhause in Australien schenken. Viele Jahre später lebt Saroo in Melbourne, ist beruflich erfolgreich und wohnt mit seiner Freundin Lucy (Rooney Mara) zusammen. Er könnte rundum glücklich sein, doch die Frage nach seiner Herkunft lässt ihn nicht los. Nacht für Nacht fährt er mit Google Earth auf seinem Laptop das Zugnetz Indiens ab, zoomt auf hunderte von Bahnhöfen und sucht nach Hinweisen auf seinen früheren Wohnort und seine leibliche Familie. Er hat die Hoffnung schon fast aufgegeben, als das Unglaubliche passiert und er im Internet auf ein Dorf stößt, das seiner Erinnerung entspricht.


Mehr Infos zum Film unter http://https://www.youtube.com/watch?v=GxtUnVG-f9o


Samstag, Montag bis Mittwoch um 15:45 Uhr

Regie: Mirjam Unger

Frei ab 12 Jahren
A / 2016
1. Woche
Plakatmotiv "Maikäfer, flieg!"
Wien 1945: Das Ende des Zweiten Weltkrieges, gesehen mit Kinderaugen. Die neunjährige Christl weiß vom Frieden genauso wenig, wie die Kinder heute vom Krieg wissen. Ausgebombt und vollkommen mittellos flüchtet sie mit ihrer Familie in eine noble Villa in Neuwaldegg. Nach der Kapitulation der Nazis quartieren sich Soldaten der Roten Armee im Haus ein. Alle fürchten sich vor den als unberechenbar geltenden Russen. Nur Christl nicht. Für sie ist die allgemeine Anarchie vor allem ein großes Abenteuer und in Cohn, dem russischen Koch, findet sie sogar einen richtigen Freund.

„Maikäfer, flieg!“ nimmt ganz die Perspektive der kleinen Heldin ein. So muss Krieg gewesen sein, so lapidar im Alltag, so stechend im Bauch, so lustig, weil man an einem Wundertag den Teller ablecken durfte, ohne geschimpft zu werden. Herausragend: Jungstar Zita Gaier, die Courage, kindliche Widerborstigkeit und Neugier in ihrer Rolle als Christl vereint und für herzerwärmende Momente sorgt.

Generationen sind mit Christine Nöstlingers Roman über ihre Kindheit nach dem Krieg groß geworden. Die Österreicherin Mirjam Unger hat den Kinderbuchklassiker erstmals liebevoll fürs Kino adaptiert. „Maikäfer, flieg!“ ist ein unterhaltsamer und zugleich ernsthafter Familienfilm, der von Flucht und großer Not, aber auch von Freundschaft und Menschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit erzählt.

Mehr Infos zum Film unter http://www.wfilm.de/maikaefer-flieg/


Mittwoch um 20:30 Uhr

Regie: Kenneth Lonergan

Frei ab 12 Jahren
USA / 2016
14. Woche
Plakatmotiv "Manchester By The Sea"

Oscar-Gewinner 2017: Bester Hauptdarsteller (Casey Affleck)

Lee Chandler (Casey Affleck) ist ein schweigsamer Einzelgänger, der als Handwerker eines Wohnblocks in Boston arbeitet. An einem feuchtkalten Wintertag erhält er einen Anruf, der sein Leben auf einen Schlag verändert. Das Herz seines Bruders Joe (Kyle Chandler) steht still. Nun soll Lee die Verantwortung für seinen 16-jährigen Neffen Patrick übernehmen. Äußerst widerwillig kehrt er in seine Heimat, die Hafenstadt Manchester-by-the-Sea, zurück. Doch ist Lee dieser Situation und der neuen Herausforderung gewachsen? Kann die Begegnung mit seiner (Ex-) Frau Randi (Michelle Williams), mit der er einst ein chaotisches, aber glückliches Leben führte, die alten Wunden der Vergangenheit heilen?

Kenneth Lonergan erzählt in ruhigen und starken Bildern mit einem herausragenden Casey Affleck (Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford, Gone Baby Gone) in der Rolle des Lee Chandler wie es ist, wenn normalen Menschen schier Unfassbares passiert.
Ebenfalls erstklassig ist das Ensemble, das Affleck umgibt. Lucas Hedges (The Zero Theorem, Grand Budapest Hotel) verkörpert einen rundum glaubhaften Teenager, auch Kyle Chandler (Carol) und Gretchen Mol (Boardwalk Empire) erfüllen ihre Rollen mit Leben; Michelle Williams (My Week with Marilyn, Blue Valentine) brilliert als Lees (Ex-)Frau mit einer beispiellosen schauspielerischen Wucht. Zutiefst berührend und gleichzeitig aufwühlend - Manchester by the Sea ist die Geschichte eines Mannes, der sich nicht nur mit neuer Verantwortung, sondern auch der Vergangenheit konfrontiert sieht.
Der Film wurde von Chris Moore und Matt Damon produziert und wurde Anfang des Jahres auf dem Sundance Film Festival uraufgeführt. Der feinfühlige Film, das kluge Drehbuch und der herausragende Cast bekommen weiterhin ausgezeichnete Reaktionen.


Mehr Infos zum Film unter http://www.manchester-by-the-sea.de/


Samstag um 15:00 Uhr

Regie: Andreas Dresen

Frei ab 0 Jahren
D / 2016
Plakatmotiv "Timm Thaler oder das verkaufte Lachen"
Timm Thalers (ARVED FRIESE) Lachen kann niemand widerstehen. Es ist so ansteckend und entwaffnend, dass der schwerreiche Baron Lefuet (JUSTUS VON DOHNÁNYI) es unbedingt besitzen will. Und so schlägt Lefuet dem Waisenjungen einen ungewöhnlichen Handel vor: Wenn Timm ihm sein Lachen verkauft, wird er in Zukunft jede Wette gewinnen. Timm unterschreibt den Vertrag. Dank der neuen Fähigkeit kann der Junge sich nun scheinbar alle Wünsche erfüllen, aber ohne sein Lachen wird er auch immer einsamer und gerät mehr und mehr in die Fänge des teuflischen Barons. Doch Timms Freunde Ida (JULE HERMANN) und Kreschimir (CHARLY HÜBNER) setzen alles daran, damit er sein Lachen zurückerhält. Wird es ihnen gemeinsam mit Timm gelingen, den Baron zu überlisten?


Mehr Infos zum Film unter http://https://www.constantin-film.de/kino/timm-thaler-oder-das-verkaufte-lachen/


Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 18:00 Uhr
Sonntag um 16:45 Uhr

Regie: Mark Pellington

Frei ab 0 Jahren
USA / 2017
5. Woche
Plakatmotiv "Zu guter Letzt"
Harriet Lauler (Shirley MacLaine) überlässt nichts dem Zufall. Einst eine erfolgreiche Geschäftsfrau, hat sie jeden Aspekt ihres Ruhestands bis ins letzte Detail geplant. Warum sollte es mit ihrem Nachruf anders sein? Die junge Journalistin Anne (Amanda Seyfried) soll ihn schon zu Harriets Lebzeiten verfassen, stößt aber schon bald auf ein gravierendes Problem: Niemand, wirklich niemand hat ein gutes Wort über Harriet zu sagen. Mit ihrer Kontrollsucht hat sie so ziemlich jeden vergrätzt, mit dem sie es je zu tun hatte. Wie soll da ein liebenswertes Porträt der zukünftig Verstorbenen entstehen? Die kratzbürstige alte Dame hat ein Einsehen und will auf ihre alten Tage die eigene Biografie noch einmal aktiv umschreiben. Dazu muss sie sich unter anderem mit ihrer Tochter (Anne Heche) versöhnen, die sie seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hat. So unternehmen Harriet und Anne eine Reise, die alles verändern soll …

Eine ebenso vergnügliche wie herzerwärmende Generationen-Komödie. Hollywood-Ikone Shirley MacLaine glänzt als widerborstiger Drachen, der kurz vor Toresschluss noch einmal die Kurve kriegt, und zwar mit Hilfe der hinreißenden Amanda Seyfried die spätestens seit MAMMA MIA! einem Millionenpublikum bekannt ist.


Mehr Infos zum Film unter http://https://www.youtube.com/watch?v=gy-w6_0xhT8


Zum Glück Deutschland – Ein anderer Blick auf unser Land Zu Gast Regisseurin Luzia Schmid und Claudia Roth

Sonntag um 17:00 Uhr

Regie: WDR

D / 2017
Plakatmotiv "Zum Glück Deutschland – Ein anderer Blick auf unser Land"
So. 30.04. um 17 Uhr in Anwesenheit der Regisseurin Luzia Schmid und Claudia Roth.

Schon zum zweiten Mal wurde Deutschland in einer Umfrage der BBC zum beliebtesten Land der Welt gewählt – zur großen Überraschung vieler Deutscher. Jahrzehntelang galt Deutschland bei den Deutschen als nicht besonders liebenswert. Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust machten uns international zum Außenseiter. Selbst nachdem der Weg zurück in die internationale Gemeinschaft gefunden war, fiel es vielen Deutschen schwer, das eigene Land zu lieben. So mancher hoffte im Ausland, nicht als Deutscher erkannt zu werden, wollte besonders weltgewandt sein. Deutsches Liedgut, Patriotismus, der Rhein – vor lauter Angst, als „Spießer“ zu gelten, merkten wir nicht, dass Deutschland plötzlich „in“ ist: Spanier, Dänen, Griechen, Iraner, Syrer, sogar Amerikaner suchen bei uns eine neue Zukunft. Demokratie, gute Wirtschaft, grundsolides System – das haben andere Länder auch. Warum dann ausgerechnet Deutschland?