NRW Premiere Mi. 1.5. 20:00 Uhr ODEON Köln, in Anwesenheit des Regisseur Konstantin Faigle.
Sonderveranstaltung zum aktuellen Film: 5. Mai 2013 im Odeon um 11:00 Uhr.
Gäste: Regisseur Konstantin Faigle, Heinz Weinhausen (Institut für Neue Arbeit), Martin Herrndorf (Agora Köln, Tag des guten Lebens, COLABOR)
Die essayistisch-satirische Doku-Fiktion FROHES SCHAFFEN zeigt: Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt – Die Arbeit.
Arbeit ist Sicherheit, Selbstbestätigung, Existenzberechtigung. Sie ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt FROHES SCHAFFEN diesen „heiligen“ Lebenssinn der Arbeit.
Regisseur Konstantin Faigle begibt sich auf eine Reise zu den Wurzeln unseres Arbeitsbegriffs. Er besucht die Stätten des Arbeitsglaubens und dessen Niedergangs. Er fährt ins Ruhrgebiet zu den letzen „heiligen“ Bergarbeitern und zum geschlossenen Nokia-Werk. Er begutachtet in Hamburg ein virtuelles Übungskaufhaus, eine Aktivierungsmaßnahme für Langzeitarbeitslose. Und in den USA besucht er unter anderem einen kalifornischen Ein-Mann-Fernsehsender, der seine Beiträge komplett via Internet auf den Philippinen schneiden lässt.
Zu Wort kommen zahlreiche Experten wie der amerikanische Sozialhistoriker Prof. Benjamin Hunnicutt, der US-Ökonomen Jeremy Rifkin, der Philosoph und Religionskritiker Michael Schmidt-Salomon, Soziologin und Buchautorin Marianne Gronemeyer sowie Tom Hodgkinson, britischer Experte für Muße, Genuss und Gelassenheit.
Parallel dazu geht der Film in kleinen, inszenierten Szenen mit Humor und Tiefgang unserer deutschen Arbeitswelt auf den Grund: Er beobachtet Werner Kraft, einen gut verdienenden, aber ausgebrannten Ingenieur. Er zeigt Hartmut Breuer, einen einsamen deutschen Rentner und Marion Weber, eine emanzipierte Freelancerin ohne Aufträge. Und während Herbert Stollberg-Naue noch die Vorzüge seines Sozialversicherungsfachangestelltendaseins genießt, führt Jochen Picht schon längst das Leben eines glücklichen Müßiggängers.
Eine wunderbar ketzerische, filmische Reflektion – unterhaltsam, humorvoll und zugleich tiefgründig.
Zu Gast: Regisseur Wolfram Huke
ODEON Köln Freitag 17.5. ca. 19:00 Uhr
Neue Filmbühne Bonn Samstag 18.5. ca. 19:00 Uhr
Sie werden Dauersingles, absolute Beginner oder Menschen ohne Beziehungserfahrung genannt. Sie haben nie Händchen gehalten oder im Kino geknutscht. Wissen nicht, wie man einen Partner findet, "wie man das macht" mit der Liebe. Haben sich verliebt, sind aber nie zurück geliebt worden. Dabei ist ihnen ihr Defizit äußerlich nicht zwangsläufig anzusehen. Es gibt sie in dick und dünn, männlich und weiblich, alt und jung. Unerkannt und ungeküsst leiden sie still für sich und richten sich notgedrungen allein im Leben ein – einem immer nur vorläufigen Leben, denn ganz können sie die Hoffnung doch nicht aufgeben...
Vermutlich keine kleine, aber eine unsichtbare Minderheit.
LOVE ALIEN ist ein Film aus der Ich-Perspektive: Die Innenansicht eines ungewollt beziehungslosen Lebens in einer Welt, wo der Liebe kaum zu entkommen ist. Die Suche nach Antworten auf das Warum, nach Auswegen aus dem Alleinsein, nach Zugängen zur Welt der Liebenden.
Ein Jahr lang, vom 29. bis zum 30. Geburtstag, trägt Dokumentarfilmer Wolfram Huke eine kleine Kamera bei sich. Ursprünglich wollte er mit ihr auf Partnersuche gehen, doch dieser Plan geht nicht auf: Frauen und die Liebe erweisen sich als kamerascheu. Stattdessen richtet Wolfram die Kamera auf sich und seine Art zu leben, unternimmt Ausflüge in die Welt der Liebenden und beginnt, an sich zu arbeiten. So entsteht eine schonungslose Auseinandersetzung mit sich und den anderen, die einiges zutage fördert. Nur keine einfachen Antworten.
Pressestimmen:
„einzigartig konsequent und sehr gelungen“ – Süddeutsche Zeitung
„eine hochmutige Selbstbeschreibung“ – Die Welt
„ein Tabubruch“ – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Die Sehnsucht nach dem Leben des Anderen: Bille Augusts Verfilmung des Schweizer Erfolgsromans von Pascal Mercier überzeugt als beeindruckend besetztes Ensemble-Stück vor der malerischen Kulisse Lissabons. Jeremy Irons spielt einen älteren Mann, der zum ersten Mal in seinem Leben aus den gewohnten Konventionen ausbricht und in die Vergangenheit des faschistischen Portugals der 70er-Jahre eintaucht. Ein atmosphärischer historischer Thriller – solides europäisches Kino.
Mit: Jeremy Irons, Martina Gedeck, Jack Huston, August Diehl, Mélanie Laurent, Christopher Lee, Burghart Klaußner
Ein überbordendes Maß an Gefühlen und eine deutliche politische Agenda sind die Extreme, zwischen denen der flämische Regisseur Felix van Groeningen („Die Beschissenheit der Dinge“) eine leidenschaftliche Liebesgeschichte und einen dramatischen Krankheitsfall spannt. Alles begleitet und durchdringt die Bluegrass-Musik der Band, die Liebe, Leben und Leiden nicht nur vertont, sondern in besonders emotionalen Höhepunkten auf noch mehr Sinne loslässt. „The Broken Circle Breakdown“ war eine musikalische wie filmische Sensation auf der Berlinale 2013.
Ausgezeichnet mit dem Label Europa Cinemas und dem Panorama-Publikumspreis Filmfestspiele Berlin 2013
PRESSESTIMMEN:
"Eine wunderschöne Liebesgeschichte und gleichzeitig die traurigste und tragischste Geschichte aller Zeiten."
taz
Reihe Kölsche Originale:
Zum 86. Geburtstag von Trude Herr zeigen wir:
Mittwoch 22.5. 19:30 Uhr „Scheidung auf Kölsch“
Scheidung auf Kölsch: Die Handlung spielt in einem Herrenzimmer eines Miederwarengeschäftes. Katharina Engel, die Besitzerin, muss erfahren, dass ihr Ehemann, ein biederer Beamter, fremdgehen soll.
Premiere am Mi. 15.5. 20:00 Uhr ODEON Köln,
in Anwesenheit der Regisseurin Désirée von Trotha und Produzentin Nicole Joens.
Mit anschließendem Gespräch, Moderation Dr. Anne Siegel.
Über das sagenumwobene „Festival au Désert“ in Mali und den Touareg-Musikern, die mit E-Gitarren die Wüste beleben, konnten man in den letzten zwei Jahren immer wieder auch in der hiesigen Musikpresse lesen. Filmemacherin Désirée von Trotha, die sechs Monate im Jahr in der Sahara verbringt, reiste 2012 dorthin und porträtierte die kreativen Protagonisten der Nomadenbevölkerung Kel Tamaschek.