Die Filme in der Woche vom 01.12. bis 07.12.2016:

Frei ab 12 Jahren
USA /2016
3. Woche
 
Sonntag um 16:15 Uhr
 
 
Regie: Ewan McGregor
Basierend auf dem pulitzerpreisgekrönten Roman von Philip Roth, folgt AMERIKANISCHES IDYLL einer Familie, deren scheinbar idyllische Existenz durch die sozialen und politischen Unruhen der 1960er Jahre erschüttert wird.

Ewan McGregor („Im August in Osage County“, „Lachsfischen im Jemen“) gibt sein Regiedebüt und spielt zudem Seymour Levov, genannt „der Schwede“, einen einst legendären High-School-Sportler, jetzt erfolgreicher Geschäftsmann und verheiratet mit der ehemaligen Schönheitskönigin Dawn. Über Nacht wird der Familienvater aus dem ersehnten Idyll gerissen, als seine Teenager-Tochter Merry eines Bombenanschlags auf ein Postamt beschuldigt wird und verschwindet. Erschüttert bis ins Mark muss „der Schwede“ unter die Oberfläche schauen und sich dem Chaos seiner Welt um ihn herum stellen.

In weiteren Rollen Oscar-Preisträgerin Jennifer Connelly („A Beautiful Mind“) als Dawn, Dakota Fanning („The Runaways“, Die „Twilight”-Saga) als Merry, Emmy-Gewinnerin Uzo Aduba („Orange Is The New Black“) und der Oscar-nominierte David Strathairn („Lincoln“, „Good Night, and Good Luck“).

Mehr Infos zum Film unter http://splendid-film.de/amerikanisches-idyll
 
 


Frei ab 12 Jahren
USA /2016
2. Woche
 
Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 16:45 Uhr
 
Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 21:00 Uhr OmU
 
Samstag um 22:30 Uhr OmU
 
Sonntag um 19:30 Uhr OmU
 
Mittwoch um 20:30 Uhr OmU
 
 
Regie: Denis Villeneuve
In seinem fesselnden Sci-Fi-Thriller ARRIVAL erzählt Regisseur Denis Villeneuve („Sicario“, „Prisoners“) eine faszinierende Geschichte über Zukunft und Vergangenheit, Begegnung und Abschied, Schicksal und Möglichkeit. Zwölf mysteriöse Raumschiffe landen zeitgleich in unterschiedlichen Regionen der Welt. Ihre Besatzung und deren Intension – ein Rätsel. Um globale Paranoia und einen potentiellen Krieg zu verhindern, soll ein Elite-Team um die Linguistin Louise Banks (Amy Adams) und den Mathematiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) im Auftrag des Militärs Kontakt herstellen. Doch das unermüdliche Streben nach Antworten gerät bald zum Rennen gegen die Zeit – die eigene und die der gesamten Menschheit. Denis Villeneuve weiß mit jedem seiner Filme zu überraschen.
Denis Villeneuve hat einen heutigen "2001" geschaffen. Ein philosphisches Meisterwerk, das zeigt, dass die Nationen miteinander reden müssen ... In Zeiten des des wachsenden Isolationismus hoch aktuell.
Mehr Infos zum Film unter http://www.arrival-film.de/site/
 
 


OmU
USA /2016
4. Woche
 
Donnerstag bis Dienstag um 18:30 Uhr
 
 
Regie: Woody Allen
Woody Allens bittersüße Romanze CAFÉ SOCIETY spielt in den 1930er-Jahren: Bobby Dorfman (Jesse Eisenberg) kommt aus der Bronx nach Hollywood, verliebt sich, kehrt nach New York zurück und schwelgt dort im glitzernden Nachtclub-Ambiente der High Society.

Die schillernde Existenz von Bobbys Bronx-Familie ist eine funkelnde Liebeserklärung an die Filmstars, Salonlöwen, Playboys, Debütantinnen, Politiker und Gangster, die das überbordende Lebensgefühl und den Glamour jener Ära verkörperten.

Bobbys Familie besteht aus den stets gnadenlos zerstrittenen Eltern Rose (Jeannie Berlin) und Marty (Ken Stott), seinem lässig amoralischen Gangster-Bruder Ben (Corey Stoll), seiner gutherzigen Lehrerin-Schwester Evelyn (Sari Lennick) und ihrem vergeistigten Mann Leonard (Stephen Kunken). Der auf Krawall gebürstete Ben löst jedes Problem mit Gewalt, während die übrigen sehr viel reflektierter mit den Problemen umgehen, indem sie über Recht und Unrecht, Leben und Tod und die kommerziellen Aspekte der Religion diskutieren.

Bobby wünscht sich jedoch mehr vom Leben und flieht aus dem Juweliergeschäft seines Vaters nach Hollywood, wo er für seinen Onkel, den mächtigen Agenten Phil (Steve Carell), arbeitet. Schnell verliebt er sich in Phils charmante Assistentin Vonnie (Kristen Stewart), die bereits einen Freund hat, sodass die beiden „nur“ gute Freunde werden. Freunde findet Bobby auch in Rad (Parker Posey), die eine Modellagentur betreibt, und ihrem Mann, dem wohlhabenden Produzenten Steve (Paul Schneider).

Als Vonnies Freund sich von ihr trennt, springt Bobby in die Lücke und bemüht sich um sie – schließlich gibt sie seinem Werben nach. Er macht ihr einen Antrag und will mir ihr nach New York ziehen. Sie findet das Angebot zwar verlockend – doch es läuft nicht alles so glatt wie geplant. 2

Mit gebrochenem Herzen kehrt Bobby nach New York zurück und jobbt für Ben, der sich mit brachialen Mitteln einen Nachtclub unter den Nagel gerissen hat. Bobby beweist sein Naturtalent als Impresario und macht den Club unter dem neuen Namen „Les Tropiques“ im Handumdrehen zum angesagtesten Lokal der Stadt. Rad stellt ihm die schöne Salonlöwin Veronica (Blake Lively) vor, der er eifrig den Hof macht. Obwohl Bobby Vonnie noch nicht vergessen hat, heiratet er Veronica, als die gesteht, dass sie schwanger ist.

Für beide beginnt ein wirklich ungetrübtes Leben – in jeder Beziehung scheint Bobby sein Glück gefunden zu haben … bis zu dem Abend, als Vonnie im „Les Tropiques“ auftaucht.
Mehr Infos zum Film unter http://https://www.youtube.com/watch?v=GCU6Ram7lYo
 
 


OmU
Frei ab 0 Jahren
USA /2016
20. Woche
 
Freitag um 22:30 Uhr
 
 
Regie: Matt Ross
Der hochgebildete Ben (Viggo Mortensen) lebt aus Überzeugung mit seinen sechs Kindern in der Ein-samkeit der Berge im Nordwesten Amerikas. Er unterrichtet sie selbst und bringt ihnen nicht nur ein überdurchschnittliches Wissen bei, sondern auch wie man jagt und in der Wildnis überlebt. Als seine Frau stirbt, ist er gezwungen mitsamt der Sprösslinge seine selbst geschaffene Aussteigeridylle zu verlassen und der realen Welt entgegenzutreten. In ihrem alten, klapprigen Bus macht sich die Familie auf den Weg quer durch die USA zur Beerdigung, die bei den Großeltern stattfinden soll. Ihre Reise ist voller komischer wie berührender Momente, die Bens Freiheitsideale und seine Vorstellungen von Erziehung nachhaltig infrage stellen…
Mehr Infos zum Film unter http://www.captain-fantastic-film.de/
 
 


Frei ab 12 Jahren
A L /2016
3. Woche
 
Sonntag um 14:00 Uhr
 
 
Regie: Dieter Berner
Wien, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der junge Egon Schiele ist mit seinen originellen, erotisch aufgeladenen Werken einer der meist diskutierten Künstler seiner Zeit. Leidenschaftlich lebt er für seine Kunst, die inspiriert wird von schönen Frauen und dem Geist einer zu Ende gehenden Ära. Seine jüngere Schwester Gerti ist seine erste Muse, doch schon bald stehen zu ihrem Missfallen immer neue Mädchen für Egon Modell. Als ihm von seinem Künstlerfreund Gustav Klimt die rothaarige Wally vorgestellt wird, verbindet die beiden bald schon mehr als die Liebe zur Kunst. Eine ebenso stürmische wie wahrhaftige Beziehung beginnt, die sich fortan durch Schieles Schaffen ziehen wird und durch sein Gemälde „Tod und Mädchen“ unsterblich geworden ist.

EGON SCHIELE – Tod und Mädchen lässt einen der prägendsten Künstler der Wiener Moderne aufleben und ist zugleich ein pulsierendes wie episches Zeitbild. Neuentdeckung Noah Saavedra (SPECTRE) brilliert als von Leidenschaft getriebener Künstler auf dem Höhepunkt seines Schaffens.
Mehr Infos zum Film unter http://www.egonschiele-derfilm.de/
 
 


Frei ab 0 Jahren
USA /2016
 
Samstag um 14:45 Uhr
 
 
Regie: Andrew Stanton
„Doch, ich vergess immer alles sofort, das liegt bei uns in der Familie. Ähm, das heißt, zumindest glaube ich das... hmmm... wo sind die eigentlich?“ Warum Dorie wohl allein im Ozean unterwegs war an dem Tag an dem sie Marlin traf? Und wo kommt sie eigentlich her? Und wieso zum Seeteufel kann sie so gut Walisch? Diese Fragen stellen sich bereits in FINDET NEMO. Und endlich gibt es auch die Antworten darauf. Mindestens genauso frech, witzig und spannend bietet die Fortsetzung on top aber noch viel mehr Dorie und damit noch mehr Vergnügen.

In FINDET DORIE macht sich die unfassbar vergessliche Paletten-Doktorfisch-Dame nun gemeinsam mit Nemo und Marlin auf die Suche nach ihren Wurzeln. Es geht wieder quer durch den Ozean zwischen versunkenen Schiffen und Riesenalgenwälder hindurch bis hin an die kalifornische Küste. Doch dann werden die drei plötzlich getrennt. Während Dorie mit Hilfe des etwas grummeligen Septopus Hank immer tiefer in die rätselhafte Welt ihrer Vergangenheit eintaucht, versuchen die anderen beiden mit allen – auch ziemlich ungewöhnlichen – Mitteln sie wiederzufinden. Dass Dorie so ihre Probleme hat, sich an Dinge zu erinnern, hilft nur leider weder bei der einen, noch bei der anderen Suche…


Mehr Infos zum Film unter http://filme.disney.de/findet-dorie
 
 


Frei ab 0 Jahren
GB F /2016
3. Woche
 
Donnerstag bis Dienstag um 20:30 Uhr
 
Mittwoch um 18:30 Uhr
 
 
Regie: Ken Loach
Gewinner der Goldenen Palme in Cannes 2016

Daniel Blake ist ein geradliniger Durchschnittsengländer, der immer rechtzeitig seine Steuern zahlt und das Leben so nimmt, wie es kommt. Doch eines Tages macht ihm seine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung, und er ist auf staatliche Hilfe angewiesen. Aber die Staatsbürokratie stellt sich quer und verweigert ihm den Bezug von Sozialhilfe. Schnell gerät er in einen Teufelskreis von Zuständigkeiten, Bestimmungen und Antragsformularen.

Unaufgeregt und hochemotional erzählt er von den Ungerechtigkeiten im System – nicht nur in Großbritannien, sondern überall in Europa. Als er wieder einmal auf dem Amt wartet, kreuzt sich sein Weg mit der alleinerziehenden Mutter Katie und ihren beiden Kindern Daisy und Dylan. Sie raufen sich zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen und erfahren neben den ständigen Seitenhieben der Behörden auch viel Solidarität – von ehemaligen Kollegen, von ehrenamtlichen Helfern der Tafel, sogar von Daniels schrägem Nachbar. Doch die bürokratischen Klippen des sogenannten Sozialstaates sind tückisch.Da wird Ohnmacht zur Wut – und so leicht geben Daniel und Katie ihre Träume und Hoffnungen nicht auf ...

Mehr Infos zum Film unter http://www.daniel-blake.de/
 
 


Frei ab 12 Jahren
D F CH GB /2016
4. Woche
 
Mittwoch um 16:30 Uhr
 
 
Regie: Vincent Perez
Berlin 1940, Jablonskistraße 55. Die Hausgemeinschaft bildet einen Querschnitt der Bevölkerung der Zeit. Ein Blockwart, eine versteckte Jüdin, ein ehemaliger Richter, ein Denunziant, ein Kleinkrimineller, ein Hitlerjunge, eine Briefträgerin und das Arbeiterehepaar Anna und Otto Quangel. Angst in allen Facetten ist das bestimmende Gefühl dieser Zeit.

Durch einen Schicksalsschlag getroff en, beschließt das Ehepaar Quangel, etwas zu tun. Auf der Suche nach Gerechtigkeit kämpfen sie mit klaren Botschaft en auf schlichten Postkarten gegen Hitler. Kommissar Escherich kommt ihnen auf die Spur, die Gestapo drängt auf Ergebnisse. Der scheinbar aussichtslose gemeinsame Kampf gegen das Böse lässt Otto und Anna nach Jahren der Einsamkeit wieder zueinander fi nden und wird nicht nur deshalb am Ende nicht umsonst gewesen sein...

Ein Plädoyer für die Menschlichkeit. Der weltweite Bestseller von Hans Fallada erzählt eine authentische Geschichte über die Frage von Moral und Haltung in einer Diktatur.
Mehr Infos zum Film unter http://www.jederstirbtfuersichallein.x-verleih.de
 
 


zu Gast: Regisseurin Sigrid Faltin
OmU
D /2016
1. Woche
 
Sonntag um 15:00 Uhr
 
 
Regie: Sigrid Faltin
Am Anfang war die Idee, einen Dokumentarfilm darüber zu machen, wie eine junge Patchwork-Familie zusammenfindet. Bei Drehbeginn lebt Marion (32) seit einem halben Jahr mit ihrem Sohn Lars (5) bei Kai (43) und seinen vier Kindern Liv (11), Bela (10), Enid (8) und Amon (6). Die beiden haben sich im Internet kennengelernt und recht schnell beschlossen zusammenzuziehen, damit das Leben für Kai als alleinerziehenden Vater und seine Kinder einfacher wird. Kais Ex-Frau Gönke kann nicht verstehen, warum ihr die Kinder weggenommen wurden. Sie darf ihre vier Kinder nur alle drei Wochen sehen, unter Beobachtung einer Sozialarbeiterin. Eine schreckliche Situation für alle Beteiligten. Da hat es Lars, Marions Sohn, leichter. Er sieht seinen Vater Dietmar so oft er will.
Dann schlägt das Leben zu. Nur wenige Monate nach Drehbeginn erkrankt Kai schwer an Krebs. Die Ärzte prognostizieren ihm noch ein halbes Jahr. Das ist eigentlich das Schlimmste, was einer Patchwork-Familie widerfahren kann, die sich gerade erst gefunden hat.
Der Streit mit der leiblichen Mutter von Kais Kindern und der Kampf gegen den Krebs prägen das Leben der Familie. Was ist, wenn Kai stirbt? Müssen die Kinder dann zu ihrer Mutter, obwohl sie unbedingt bei Marion bleiben möchten? Mit ganz viel Tapferkeit und Mut bereitet sich die Familie auf Kais Tod vor. Als es soweit ist, stellen alle überrascht fest: das Leben geht weiter – und birgt neue Überraschungen.
Ein Film mit jeder Menge Kinder, Liebe, Streit und mit ganz viel Zukunft. Ein Film, so wie das Leben.
Mehr Infos zum Film unter http://www.kinderliebezukunft.de/
 
 


OmU
Frei ab 16 Jahren
USA /2016
 
Sonntag um 11:45 Uhr
 
 
Regie: Fenton Bailey und Randy Barbato
Mehr Skandal als seine Fotografien machte nur sein Leben. Robert Mapplethorpe war besessen von der Magie der Fotografie und der Magie des Sex. „Look at the pictures – seht euch die Bilder an!” Mit diesen Worten prangerte Senator Jesse Helms das Werk von Robert Mapplethorpe im Kongress an. Fünfundzwanzig Jahre später tut der erste umfassende Dokumentarfilm über den Künstler seit seinem Tod genau das – mit uneingeschränktem Zugang zu seinem Werk, den schönheitstrunkenen Bilden von schwulem Sex, Blumenstilleben, Akten von schwarzen Lovern, High-Society-Porträts und S&M-Praktiken.

Die wichtigste Stimme in diesem Dokumentarfilm ist dank wiederentdeckter Interviews Mapplethorpes eigene Stimme. Absolut offen und ehrlich spricht er über sein Leben, seine Lieben und sein Werk. Das Resultat ist das faszinierende Porträt eines Künstlers, der sein Leben nicht nur dem Ziel widmete, „es zu schaffen” und mit seiner Kunst reich und berühmt zu werden, sondern zugleich der Fotografie die überfällige Anerkennung als Kunst zu verschaffen. Beides ist ihm mit eleganter Provokation geglückt.

Mehr Infos zum Film unter http://www.mapplethorpe-derfilm.de/
 
 


Frei ab 6 Jahren
F PL D /2016
1. Woche
 
Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 16:30 Uhr
 
Donnerstag bis Samstag, Montag bis Dienstag um 19:00 Uhr
 
Sonntag um 17:30 Uhr
 
Sonntag um 13:00 Uhr
 
Mittwoch um 19:00 Uhr zu Gast: Regisseurin Marie Noelle
 
 
Regie: Marie Noëlle
Im Jahr 1903 erhält die Wissenschaftlerin Marie Curie (Karolina Gruszka) als erste Frau gemeinsam mit ihrem Mann Pierre (Charles Berling) den Nobelpreis für Physik. Doch nur kurze Zeit später, mit gerade Mitte Dreißig und als junge Mutter zweier Kinder, verliert sie Pierre durch einen Unfall. In einer von Männern dominierten Welt bahnt sie sich ihren Weg unerschütterlich weiter, setzt ihre Forschungen alleine fort und erhält als erste Frau einen Lehrstuhl an der Pariser Sorbonne. Als sie sich nach Jahren der Trauer in den verheirateten Wissenschaftler Paul Langevin (Arieh Worthalter) verliebt und sich auf eine Affäre mit ihm einlässt, löst sie damit jedoch einen heftigen Skandal aus. Denn just in dem Moment, als bekannt wird, dass sie ihren zweiten Nobelpreis - nun für Chemie - erhält, veröffentlicht die Pariser Presse Briefwechsel von Marie und Paul, die dessen rachsüchtige Ehefrau weitergegeben hat. Im vollen Glanze ihres beruflichen Ruhms wird die geniale Wissenschaftlerin Marie Curie damit zum Ziel übler Diffamierungen. Zur banalen Ehebrecherin abgestempelt muss sie bitterlich erfahren, dass Vernunft und Leidenschaft nicht vereinbar sind.
Mehr Infos zum Film unter http://www.mariecurie-derfilm.de/
 
 


 
Sonntag um 11:15 Uhr
 
 
Regie: Corinna Belz
Viele seiner Buchtitel klingen wie die Titel einer Jukebox und wurden zu Losungen mehrerer Generationen von Lesern: „Publikumsbeschimpfung“, „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“, „Wunschloses Unglück“, „Der kurze Brief zum langen Abschied“, „Das Gewicht der Welt“, „Immer noch Sturm“. In den Sechzigern zeigte Peter Handke als einer der ersten, wie das geht: der Schriftsteller als angry young man und Popstar des Literaturbetriebs, kompromisslos in seiner Sprache und der Vielfalt seines Schreibens, Prosa, Theater, Drehbücher, Gedichte, Essays, Übersetzungen. Kaum war er auf den Bestsellerlisten, kehrte er dem Rummel den Rücken. Er ging auf Reisen, und immer nahm er seine Leser mit in den Rhythmus seiner Sprache, in seine langen, schwingenden Sätze.
Seit vielen Jahren lebt und arbeitet Peter Handke in seinem Haus in einer Pariser Vorstadt, ein stiller, gastlicher, von Leben und Schreiben, Sprachlichem und Nicht-Sprachlichem aufgeladener Ort – „eine Rettung“, wie Handke einmal sagt. Hier beginnt der Film von Corinna Belz, von hier aus bricht er auf zu seinen mal hoch konzentrierten, mal fast beiläufigen, immer aufmerksamen Erkundungen und Begegnungen, hierher kehren wir ein ums andere Mal zurück. Peter Handkes genauer, freier Blick wird spürbar in seinen Texten, den Gesprächen, dem Kosmos seiner Notizbücher, den zahlreichen bisher unveröffentlichten Polaroids.

Nach ihrem vielfach preisgekrönten Kinoerfolg GERHARD RICHTER PAINTING (u.a. Deutscher Filmpreis – Bester Dokumentarfilm) hat Corinna Belz erneut einen unwiderstehlichen, klugen, im besten Sinn begeisternden Film geschaffen, der überraschende Einblicke in das Denken, die Arbeit und das Leben des Schriftstellers Peter Handkes eröffnet. Ein Film über das Schreiben, über die Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihre Verwandlung in Kunst, über die Kunst des Erfindens – und nicht zuletzt über die großen, unverzichtbaren Fragen, die uns Peter Handke eindringlich und zuweilen unerwartet liebevoll stellt: „Was ist jetzt? Wie soll man leben?“

 

Mehr Infos zum Film unter http://bin-im-wald.de/trailer.php
 
 


Letzter Einsatz
OmU
Frei ab 6 Jahren
CH /2016
 
Mittwoch um 21:15 Uhr
 
 
Regie: Susanne Regina Meures
Die beiden Freunde Anoosh und Arash gehen mit Herzblut ihrer Leidenschaft nach und legen erfolgreich Techno-Musik auf. Es gibt nur einen Haken an der Sache – sie leben im Iran. Und deshalb müssen sie Tag für Tag harte Strafen seitens des streng islamischen Regimes fürchten. Als auch noch Anoosh verhaftet wird, scheint es vorbei zu sein mit der Karriere. Doch eines Tages werden sie vom größten Techno-Festival der Welt in die Schweiz eingeladen und überraschenderweise erhalten sie dafür ein Ausreisevisum. Dort bekommen sie durch Interviews, Millionen Raver und andere DJs einen Eindruck davon, wie sich ein verwirklichter Traum anfühlen würde. Doch als ihr Visum abläuft, stehen sie vor der größten Entscheidung ihres Lebens: Sollen sie in ihre Heimat zurückkehren oder für immer in Europa bleiben?  - Filmstarts.de

Mehr Infos zum Film unter http://https://vimeo.com/161153814
 
 


OmU
Frei ab 12 Jahren
D /2016
3. Woche
 
Mittwoch um 16:45 Uhr
 
 
Regie: Karin Kaper und Dirk Szuszies
Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden. Manchen gelang es zu fliehen oder ins Exil zu gehen, nur sehr wenige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den jeweiligen Aufnahmeländern ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt. 15 noch lebende Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft. Im Film werden die neuen Lebensmittelpunkte der Protagonisten in den USA, Israel, England, Frankreich, ja sogar in Deutschland, miteinbezogen, um die Tragweite des In-die-Welt-geschleudert-Seins sinnlich erfassen zu können. Eine Rolle im Film spielt auch der Wiederaufbau einer jüdischen Gemeinde in Wrocław, die längst nicht mehr eine deutsche ist. Diese Einbindung macht die Fallhöhe deutlich, der Kontrast zum Vergangenen, zum unwiderruflich Verlorenen, wird schmerzhaft größer und deutet doch die Möglichkeit eines zarten Neubeginns an.
Mehr Infos zum Film unter http://www.judenausbreslaufilm.de/