Vorschau

Diese Filme laufen demnächst im Odeon:

Sergej in der Urne
Frei ab 12 Jahren
D/2010
 
Ab 23.02. im Odeon
 
Regie: Boris Hars-Tschachotin

Seit 30 Jahren steht die Urne Sergejs auf dem Schrank von Eugen in Paris, weil sich seine vier Söhne nicht über die Beisetzung einigen können.
Als Urenkel Boris versucht das ganze in die Hand zunehmen, stößt er auf eine Familiengeschichte, die das 20. Jahrhundert plastischer macht, als jedes Geschichtsbuch.

SERGEJ IN DER URNE schlägt den Bogen von der Russischen Revolution bis ins 21. Jahrhundert, erzählt die Geschichte von drei Generationen einer weit verstreuten, europäischen Familie. Im Zentrum steht der schillernde Sergej Stepanowitsch Tschachotin (1883-1973), Mikrobiologe, Wissenschaftler von Weltruf, Freund Einsteins und Pawlows, aber auch Revolutionär, Antifaschist, Pazifist und Frauenheld - ein Leben in Extremen, in das die Geschichte immer wieder eingeschlagen hat wie der Blitz.

"Passt ein ganzes Jahrhundert in ein Menschenleben? Noch dazu das lange 20. mit seinen Revolutionen, Weltkriegen, wissenschaftlichen Quantensprüngen? Kann eine einzige Biografie die Gipfel und Abgründe dieser monströsen Jahrzehnte widerspiegeln? Unmöglich, denkt man. Dann sieht man diesen Film." Spiegel Online

Premiere in Anwesenheit des Regisseurs Mittwoch 18.01. 20:00 Uhr im Rahmen der Passagen Köln.

Mehr Infos zum Film unter http://www.sergej-in-der-urne.de
 
Die Thomaner
D/2011
 
Ab 23.02. im Odeon
 
Regie: Paul Smaczny
Vor über 800 Jahren sangen die Thomaner während Gottesdiensten für Schulbildung, Nahrung und Unterkunft. Heute zum Jubiläum sind es 90 Jungen, die "zu Ehren Gottes" singen. Sie sind in ein strenges Internatssystem eingebunden, mit dem sächsischem Bildungssystem. Nebenbei erfolgen Gottesdienste in der Thomaskirche in Leipzig. In diesem Dokumentarfilm wird nun der Alltag dieser Jungen über den Zeitraum von einem Jahr hinweg gezeigt. Ein Alltag voll Tradition, Disziplin und der Hingabe zur Musik. Mehr Infos zum Film unter http://www.thomaner-derfilm.de/
 
Kölsche Matinee: Hänneschen-Puppensitzung
Köln/2011
 
Ab So. 12.02. 11:30 Uhr im Odeon
 
Regie: Heribert Malchers
Sonntag, 12.02. um 11:30 Uhr
Die Hänneschen-Puppensitzung von 2011
“Em Himmel es der Düvel los! Weßt Ihr,wat dat bedück? Do fiere se hück Fastelovend.......“   Petrus bittet die Knollendorfer zur Sitzung in den Himmel. Präsident Schäl und Literat Speimanes, als Stimmungsmacher angeworben garantiert Petrus die Rückkehr ins irdische Leben und so machen sich beide mit karnevalistischen Freunden auf zum „Fastelovend em Himmel“. Die Roten Funken sorgen in noch nie da gewesener Truppenstärke für Stimmung und Trude Herr hat in der Sitzung natürlich auch ihren ganz eigenen himmlischen Auftritt in Rosa.
 
Der Junge mit dem Fahrrad
Frei ab 12 Jahren
F I BE/2010
 
Ab 9.2. im Odeon
 
Regie: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Erneut zeigen sich die mehrfach preisgekrönten Belgier Luc und Jean-Pierre Dardenne als Meister wirklichkeitsnaher Alltagsdramen vom Rande der Gesellschaft. Auch in „Der Junge mit dem Fahrrad“ bleibt das Regisseurs-Duo seinem sozialrealistischen Ansatz treu. Gleichzeitig schaffen die Dardenne-Brüder dabei stilsicher perfekt komponiertes, emotional eindringliches Erzählkino über bedingungslose Liebe und den verzweifelten Versuch, im Leben nicht allein zu bleiben. In ihrem modernen Märchen brillieren der junge Thomas Doret, eine Entdeckung der wallonischen Autorenfilmer, und Schauspielerin Cécile de France, die zuletzt in Clint Eastwoods “Hereafter – Das Leben danach” zu sehen war. Mehr Infos zum Film unter http://www.kino-zeit.de/filme/der-junge-mit-dem-fahrrad
 
Seniorentreff im Kino
Frei ab 6 Jahren
F/2011
 
Ab 8.2. 14:30 Uhr im Odeon
 
Regie: Michel Hazanavicius

Nächster Termin: Mi. 08.02. 14:30 Uhr; Eintritt: 4,- €

Film: The Artist

Einmal im Monat trifft sich ein bunter Kreis älterer Menschen im ODEON um sich gemeinsam einen guten Film anzuschauen und um über dies und das zu erzählen.

Mehr Infos zum Film unter http://www.theartist-derfilm.de/
 
1. Pfannekuchensitzung mit RITA + der kleine SCHOSCH
D/2012
 
Ab So. 5.2. 11:30 Uhr im Odeon
 
Regie: RITA + der kleine SCHOSCH

Sonntag, 5.2. um 11:30 Uhr
Die Pfannekuchensitzung mit RITA und der kleine SCHOSCH ist eine neue KinderFamilienKarnevalsMitmachshow. Sie richtet sich an alle, die Lust auf ausgelassenes Feiern haben, sich gerne verkleiden, ausgiebig mitsingen und mitlachen wollen.

Auf der Bühne herrscht ein angenehmes Chaos und Durcheinander, bei dem auch die Band nie so genau weiß, ob nicht im nächsten Moment etwas Unvorhergesehenes passieren wird.

RITA + der kleine SCHOSCH bilden den Mittelpunkt der Sitzung. Die vier Musiker übernehmen im Wechsel die Moderation, die Sitzungsleitung und verschiedene Rollen, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, mal wieder den Pfannekuchentusch "Happi Happ" zu schmettern.

Da jongliert Don Koch-Otto mit rohen Eiern zum Pfannekuchen-Song. Prinzessin Rita fällt bei zu vielen Lachern ständig in Ohnmacht, die Monster monstern natürlich wieder, ein Saxophon wird lebendig und beginnt zu sprechen, es gibt tanzende Himbeersaftvampire und das Mitmachen auf der Bühne wird mit einem Pfannekuchen-Orden belohnt.

Mehr Infos zum Film unter http://www.ritamusik.de/pfanne.htm
 
Der gestiefelte Kater
USA/2011
 
Ab Kinderfilm im Februar im Odeon
 
Regie: Chris Miller
Lange vor seiner Begegnung mit Shrek führte der gestiefelte Kater in Mexiko das Leben eines Draufgängers, Liebhabers und Diebes. Magische Bohnen, die über eine Ranke ins Reich der Wolken zu großem Reichtum führen sollen, locken ihn in ein Abenteuer, das ihn mit alten Wunden und einem neuen Heilmittel konfrontiert. Die reizende Kitty Samtpfote, eine mutige, magnetisch anziehende Mieze, lässt den Kater sogar seine Ressentiments gegenüber Ex-Kumpel Humpty Dumpty vergessen, der eigene finstere Pläne mit den Bohnen verfolgt. Mehr Infos zum Film unter http://www.dergestiefeltekater-film.de/
 
My Reincarnation
Frei ab 12 Jahren
USA NL D I/2011
 
Ab 1.2. 20:30 Uhr Premiere im Odeon
 
Regie: Jennifer Fox

Preview: Mi. 1.2. 20:30 Uhr in Anwesenheit des deutschen Produzenten
Carl-Ludwig Rettinger, Lichtblick Film

Anschließendes Expertengespräch mit
Jakob Winkler, Tibetologe und autoritisierter Lehrer Dzogchen-Gemeinschaft Köln


Der italienische Sohn eines berühmten geistlichen Lehrers des Buddhismus widersetzt sich seiner eigenen Berufung als Wiedergeburt einer weiteren Glaubens-Größe, weil er Sohn und nicht Schüler sein will. In sehr persönlichen, aufmerksamen und auch mal poetischen Aufnahmen dokumentiert die mit der Familie vertraute Regisseurin Jennifer Fox über zwanzig Jahre den Weg eines vermeintlich verlorenen Sohnes.

Ich will nicht nach Tibet gehen! Yeshe, Sohn des weltbekannten tibetisch-buddhistischen Meisters Namkhai Norbu, hadert mit seinem Schicksal: Schon bei der Geburt als Reinkarnation eines hohen spirituellen Meisters erkannt, steht ihm der Kopf so gar nicht nach Erleuchtung. Anders als sein Vater, der im Exil zu einer Größe als buddhistischer Lehrer avanciert, sehnt Yeshe sich nach einem weltlichen Leben mit seiner Familie und möchte Karriere machen.

Über 20 Jahre hat Jennifer Fox die beiden ungleichen Männer mit der Kamera begleitet. Niemals zuvor hat ein hoher tibetischer Meister einen so umfassenden Einblick in sein Privatleben erlaubt. Herausgekommen ist eine packende emotionale Vater-Sohn-Geschichte über Liebe, Verwandlung und Schicksal.

Mehr Infos zum Film unter http://www.myreincarnation.wfilm.de/my_reincarnation/Trailer.html
 
The Artist
F/2011
 
Ab 26.1. im Odeon
 
Regie: Michel Hazanavicius
Nichts könnte weiter vom modernen Kino mit seinem lauten 3D-Spektakel entfernt sein als der Stummfilm. Insofern erfordert es Mut, heute eine Geschichte nach den Vorgaben jener Kinoanfangsjahre zu erzählen. Dabei verschmelzen in „The Artist“ Form und Inhalt zu einem außergewöhnlichen Experiment. Michel Hazanavicius’ Portrait eines vom Karriereaus bedrohten Stummfilmstars bietet Witz, Ironie und einen herausragenden Hauptdarsteller. Mehr Infos zum Film unter http://www.theartist-derfilm.de/
 
Tinguely, Jean
Frei ab 12 Jahren
CH/2011
 
Ab So. 22.1. 11:30 h Passagen im Odeon
 
Regie: Thomas Thümena

«Es bewegt sich alles – Stillstand gibt es nicht!» Jean Tinguelys Credo gilt nicht nur für seine verrückten Maschinen, sondern für sein ganzes Leben. 20 Jahre nach seinem Tod erinnern sich Freunde und Zeitgenossen an den Schweizer Ausnahmekünstler und Lebensgefährten von Niki de Saint Phalle, der nicht nur in seiner Arbeit, sondern auch privat alle Konventionen sprengte.

Kein europäischer Künstler verkörpert den Charme des subversiven Künstlers so galant wie Jean Tinguely. Jean Tinguelys Kunst macht einfach Spass.

Thomas Thümena hat dem großen Schalk ein Denkmal gesetzt.

Mehr Infos zum Film unter http://www.tinguely-film.ch/
 
Faust
Frei ab 12 Jahren
RU/2011
 
Ab 19.1. im Odeon
 
Regie: Alexander Sokurow
 In Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet, ist Alexander Sokurows „Faust“ weniger eine Verfilmung von Goethes Drama, als eine Meditation über Macht, die Seele, den Menschen an sich. Sokurows „Faust“ ist bildmächtig, eigenwillig und fraglos ein faszinierendes Kunstwerk.
Mehr Infos zum Film unter http://www.mfa-film.de/kinofilme/kino-titel/faust/
 
Passagen 2012
Frei ab 12 Jahren
D/2012
 
Ab 16.01-22.01. im Odeon
 
Regie: diverse
„ordnen, aufräumen, wegschmeißen“
unter diesem Motto nimmt das ODEON im Januar 2012 zum ersten mal an den Passagen teil:

Passagen 16. – 22.01.2012,
im ODEON täglich 11:00 – 24:00 Uhr

im von der gruppe RE / Silke Warchold neu
gestaltete Foyer und Cafè zeigen wir die Fotoausstellung „Brüssler 81 …“ von Michael Oreal.

im Kino laufen Filme über Künstler und
Designer – täglich mit freiem Eintritt oder
als Filmpremieren.


Filmprogramm:
16. – 22.01., 12:00 Uhr + 15:00 Uhr
„Ettore Sottsass –
Der Sinn der Dinge“

von Heinz Bütler
Dokumentarfilm über den berühmten Olivetti Designer.
(Eintritt frei)

16. – 22.01., 13:15 Uhr
„Sieben Mulden und eine Leiche“
von Thomas Haemmerli
Beim entrümpeln der Wohnung ihrer Mutter können zwei Brüder endlich ihre Familiengeschichte aufarbeiten.
(eintritt frei)

Mittwoch 18.01., 20:00 Uhr
Eröffnung Fotoausstellung
„Brüsseler 81...“
von Michael Oreal
"Und wenn die Zeit eine Tapete mit großem Muster wäre?"
Bilder aus einer erstaunlichen Wohnung


Mittwoch 18.01., 20:00 Uhr
FilmPremiere:
„Sergej in der Urne“
von Boris Hars-Tschachotin
Seit 30 Jahren steht die Urne Sergejs auf dem Schrank von Eugen in Paris, weil sich seine vier Söhne nicht über die Beisetzung einigen können.
Als Urenkel Boris versucht das ganze in die Hand zunehmen, stößt er auf eine Familiengeschichte, die das 20. Jahrhundert plastischer macht, als jedes Geschichtsbuch.


Sonntag 22.01., 11:30 Uhr
FilmPremiere:
„Tinguely“
von Thomas Thümena
«Es bewegt sich alles – Stillstand gibt es nicht!» Jean Tinguelys Credo gilt nicht nur für seine verrückten Maschinen, sondern für sein ganzes Leben. 20 Jahre nach seinem Tod erinnern sich Freunde und Zeitgenossen an den Schweizer Ausnahmekünstler und Lebensgefährten von Niki de Saint Phalle, der nicht nur in seiner Arbeit, sondern auch privat alle Konventionen sprengte.


Mehr Infos zum Film unter http://www.voggenreiter.com/passagen2012/
 
Kriegerin
Frei ab 12 Jahren
D/2011
 
Ab So. 15.1. 15:00 Uhr im Odeon
 
Regie: David Wnendt

Mit seinem Spielfilmdebüt "Kriegerin" hat Regisseur  Absolvent der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg, gleich ein heißes Eisen angefaßt: Neo-Nazis in der ostdeutschen Provinz, martialische Gewalt und eine junge Frau, die tief im braunen Sumpf steckt, obwohl sie sich der Sinnlosigkeit ihres Tuns eigentlich bewußt ist. Wnendt, der auch das Drehbuch für den provokanten Film schrieb, hat für seine hart-realistische Handlung einen semi-dokumentarischen Stil gewählt und gleich den "Förderpreis Deutscher Film - Drehbuch" bekommen.

Einer der herausragendsten Filme des Jahres!!! Tipp des Monats!

Previews in Anwesenheit des Regisseurs David Wnendt:

ODEON Köln So. 15.1. 15:00 Uhr in Kooperation mit der Filmsociety

Neue Filmbühne Bonn So. 15.1. 17:30 Uhr

ab 19.1. tägl. in den Programmen.

Mehr Infos zum Film unter http://www.kriegerin-film.de/
 
Der atmende Gott
D/2011
 
Ab 5.1. im Odeon
 
Regie: Jan Schmidt-Garré

Eine Reise zum Ursprung des modernen Joga.

Was ist Yoga, wo stammt es her? Ist Yoga Philosophie, Religion, Gymnastik – Oder alles auf einmal? Diesen und anderen Fragen versucht Jan Schmidt-Garre mit seiner Dokumentation „Der atmende Gott“ auf den Grund zu gehen. Das mäandernde Suchen, mit dem sich der Regisseur durch Indien bewegt ist in seiner respektvollen Zurückhaltung vor der fremden Kultur dabei große Stärke des Films, in seiner Unbestimmtheit allerdings auch Schwäche. Ein Film in erster Linie für Yoga-Interessierte.

Mehr Infos zum Film unter http://www.mfa-film.de/kinofilme/kino-titel/der-atmende-gott/
 
Jonas
Frei ab 6 Jahren
D/2011
 
Ab Preview 4.1. 20:00h, ab 5.1. tägl. im Odeon
 
Regie: Robert Wilde

Multitalent Christian Ulmen zieht es zurück auf die Schulbank. Als 18-jähriger Sitzenbleiber „Jonas“ besuchte er sechs Wochen eine brandenburgische Gesamtschule. Gedreht wurde in einem echten Klassenverband, mit echten Lehrern und Schülern und ohne ein wirkliches Drehbuch. Das filmische Experiment bewegt sich mutig zwischen Dokumentation und Guerilla-Comedy. Momente des Fremdschämens wechseln sich darin mit authentischen, unterhaltsamen Einblicken in den deutschen Schulalltag ab.

Schule ist doof. Es ist ein Satz, den vermutlich viele Schüler unterschreiben würden, so auch Jonas (Christian Ulmen), der nach zwei Ehrenrunden vor seiner letzten Chance auf einen Abschluss steht. Dazu besucht er zunächst für einen Probezeitraum eine ziemlich durchschnittliche Gesamtschule im Speckgürtel Berlins. Neue Mitschüler, neue Lehrer, ein neues Umfeld, auf den 18-jährigen, der anders als seine Klassenkameraden bereits mit dem Auto zum Unterricht kommt, wartet eine Reise ins Ungewisse. Vor allem Mathe scheint nicht Jonas’ Stärke zu sein. Was ein Logarithmus ist, hat er trotz aller Bemühungen bis heute nicht verstanden. Mehr als für die Welt der Zahlen interessiert er sich für Musik und für seine neue Musiklehrerin Frau Maschke. Um sie zu beeindrucken, beschließt er, eine Schulband zu gründen.

Die Paul-Dessau-Gesamtschule in Zeuthen ließ sich auf ein bemerkenswertes filmisches Experiment ein. Denn Jonas’ Lieben und Leiden mag fiktiv und erdacht sein, doch alle anderen, die in diesem Film vorkommen, sind es nicht. Hier treffen echte Schüler und Lehrer auf eine Kunstfigur. Gedreht wurde dann auch im ganz normalen Unterricht, ohne ein klassisches Drehbuch und mit einem nur sehr dünnen roten Faden wie Autor Johannes Boss zu berichten weiß. Als wäre diese Versuchsanordnung nicht bereits außergewöhnlich genug, so übernahm ausgerechnet Multitalent Christian Ulmen die Rolle des zweifachen Sitzenbleibers Jonas. Der Mittdreißiger wird dank erstaunlicher Make-up-Künste und seines schauspielerischen Talents wieder zum pubertierenden Teenager.

Mehr Infos zum Film unter http://www.jonas-derfilm.de/
 
Lauras Stern und die Traummonster
D/2011
 
Ab Januar Kinderfilm im Odeon
 
Regie: Ute von Münchow-Pohl

Ein paar Nachbarskinder fordern Laura und ihren Bruder Tommy heraus, doch ohne seinen geliebten Beschütz-mich-Hund traut sich Tommy nicht so recht. Also muss der Hund dabei sein – und landet nach einem verpatzen Schuss im dunklen Keller. Laura nimmt all ihren Mut zusammen und wagt es, den Keller zu betreten, doch die Schatten machen auch ihr Angst. Ohne den Beschütz-mich-Hund geht eben nichts, wie auch die Traummonster merken. Die leiden daran, dass Tommy und Laura immer seltener Angst haben, immer mehr schöne Träume haben und keine Alpträume. Aber ohne die Angst der Kinder schrumpfen die Traummonster und müssen um ihre Existenz bangen. So hecken sie einen Plan aus: Des nachts entführen sie Tommys Beschütz-mich-Hund in das Land der Träume und locken so die Kinder, begleitet von Lauras Stern, in das unterirdische Traumlabyrinth. Dort hinein drinkt kein Funken Sternenstaub, dafür sorgt nicht zuletzt der Lichtfänger, der mit einer Art fliegendem Staubsauger Jagd auf alle Lichtquellen macht und es nun besonders auf Lauras funkelnden Stern abgesehen hat.

Der unterhaltsame Film überzeugt nicht nur durch seine schöne, originelle Animation, sondern vor allem durch seine Geschichte, deren Lehre angenehm subtil bleibt. Ein sehenswerter Kinderfilm.

Mehr Infos zum Film unter http://www.laurasstern.de/
 
Ziemlich beste Freunde
F/2011
 
Ab Preview 31.12. 17:30h, ab 5.1. tägl. im Odeon
 
Regie: Olivier Nakache

Hut ab – um nicht zu sagen: Chapeau! Vermutlich ist Frankreich Weltmeister darin, Komödien über gesellschaftliche Gegensätze zu erfinden, die ohne plumpe Klischees und bessserwisserisches Pathos auskommen. Diesmal geht es um einen Schlingel, frisch aus dem Gefängnis, der durch die Pflege eines querschnittsgelähmten Rollifahrers geläutert wird. Doch vielleicht ist es eher umgekehrt? Denn in der Gesellschaft des unbefangenen Driss findet der kranke, reiche Philippe zu neuem Lebensmut. Und das Publikum findet hier eine humorvolle Geschichte rund um zwei Männer, die sich erst zusammenraufen müssen, um voneinander zu lernen.

Zwei fantastische Schauspieler prägen und tragen diesen Film: François Cluzet und Omar Sy. Dank einer sensiblen und unauffälligen Regiearbeit bringen sie zwei hinreißend sympathische Figuren auf die Leinwand.

Silvesterspreview: ODEON Köln 31.12. 17:30 Uhr.

Silvesterspreview: REX Bonn 31.12. 19:00 Uhr.

Mehr Infos zum Film unter http://www.ziemlichbestefreunde.senator.de/
 
Sarahs Schlüssel
Frei ab 12 Jahren
F/2010
 
Ab 15.12. im Odeon
 
Regie: Gilles Paquet-Brenners

„Leidenschaftlich, bewegend und voller Wahrheit“, nannte Le Figaro Gilles Paquet-Brenners Film nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Tatiana de Rosnay.

Mit SARAHS SCHLÜSSEL ist dem Regisseur ein intensiver und
sehenswerter Film gelungen, der die Schicksale der Charaktere äußerst feinfühlig erzählt. In der Hauptrolle begeistert Kristin Scott Thomas („Der englische Patient“, "So viele Jahre liebe ich dich") in einer ihrer besten Rollen.

Ein Film an den man nur mit einem Klos im Hals zurückdenken kann. Eine französische Holocaust Tragödie ist der Anlass des Films, in dem es darum geht, wie die Folgen dieser Tragödie ins Heute wachsen und immer wieder bewältigt werden wollen. 

Warum immer wieder Filme über den Holocaust? Sarahs Schlüssel gibt eine einleuchtende Antwort, es gibt Tragödien, die sind einfach zu groß für ein einzelnes Individuum, das häufig daran zerbricht. Solche Tragödien brauchen  ein empathisches Kollektiv.

 

 

Mehr Infos zum Film unter http://www.sarahsschluessel-film.de/
 
Der Gott des Gemetzels
Frei ab 12 Jahren
D F/2011
 
Ab 24.11. im Odeon
 
Regie: Roman Polanski
Hinter dem wunderbar ironischen Titel „Gott des Gemetzels“ verbirgt sich eine herrliche Gesellschaftskomödie. Roman Polanskis Kammer-Quartett mit zwei New Yorker Elternpaaren, die zivilisiert die Prügelei ihrer Söhne klären wollen, war bei der Weltpremiere in Venedig ein sehr unterhaltsamer Lacherfolg, noch bevor bei fortschreitender Entwicklung unter Alkoholeinfluss die letzten Masken fielen. Christoph Waltz spielt mit wenig zurückhaltender Ironie seiner aalglatten Anwaltsfigur tatsächlich etablierte Weltstars wie Jodie Foster, Kate Winslet und John C. Reilly an die fein dekorierte Wand. Mehr Infos zum Film unter http://www.kino-zeit.de/filme/der-gott-des-gemetzels