Ehe im Schatten

Ab 03.10. um 11:30 Uhr im Odeon

Regie: Kurt Maetzig
Plakatmotiv "Ehe im Schatten"
D / 1947
Filmmatinee zum 70 jährigen Jubiläum des Films
„Ehe im Schatten“


Am 03. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, wird der Film „Ehe im Schatten“ als Matinee um 11.30 Uhr im Odeon Lichtspieltheater, Severinstraße 81, 50678 Köln, gezeigt.
Kinostart von „Ehe im Schatten“ war der 03.10.1947. Es war der einzige Film, der nach dem zweiten Weltkrieg in allen vier Berliner Sektoren gezeigt wurde. Zu Beginn wird es eine Experteneinführung geben. Die Enkeltochter des Schauspielers Paul Klinger wird anwesend sein.

Kurzinhalt
Der junge Schauspieler Hans Wieland lehnt es im Dritten Reich ab, sich von seiner jüdischen Frau Elisabeth, mit der er Abend für Abend auf der Bühne stand, scheiden zu lassen. Vor die Alternative
gestellt, an die Front geschickt zu werden, was die Verschleppung seiner Frau in ein Konzentrationslager zur Folge hätte, sieht er nur einen Ausweg; den gemeinsamen Tod. Die Fabel beruht auf einem authentischen Vorfall. Am 7. November 1941 wählte der populäre Schauspieler
Joachim Gottschalk, der dem Druck der faschistischen Behörden nicht mehr standhalten konnte, mit seiner Frau und dem Sohn den Freitod.

Filmtext: Ellen Blauert (Hrsg.): Die Mörder sind unter uns. Ehe im Schatten. Die Buntkarierten.
Rotation. Vier Filmerzählungen nach bekannten DEFA-Filmen. Berlin: Henschelverlag 1969
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992).

Blade Runner 2049

Ab 05.10. im Odeon

Regie: Denis Villeneuve
Plakatmotiv "Blade Runner 2049"
OmU
USA / 2017
30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films fördert ein neuer Blade Runner, der LAPD Polizeibeamte K (Ryan Gosling), ein lange unter Verschluss gehaltenes Geheimnis zu Tage, welches das Potential hat, die noch vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen ins Chaos zu stürzen. Die Entdeckungen von K führen ihn auf die Suche nach Rick Deckard (Harrison Ford), einem seit 30 Jahren verschwundenen, ehemaligen LAPD Blade Runner.

Denis Villeneuve (Arrival, Sicario) führte Regie bei diesem mit Spannung erwarteten Sci-Fi-Thriller. Neben Harrison Ford (Indiana Jones, Star Wars: Das Erwachen der Macht), der erneut in seine legendäre Rolle des Rick Deckard schlüpft, zählen Ryan Gosling (La La Land, Drive), Ana de Armas (War Dogs), Sylvia Hoeks, Robin Wright (House of Cards, Die Lincoln Verschwörung), Mackenzie Davis (Always Shine), Carla Juri (Feuchtgebiete, Finsterworld), Lennie James (The Walking Dead), Dave Bautista (Guardians of the Galaxy) und Jared Leto (Suicide Squad, Dallas Buyers Club) zu dem hochkarätig besetzten Cast. Als Produzenten fungieren Andrew A. Kosove, Broderick Johnson, Bud Yorkin und Cynthia Yorkin. Als Executive Producer zeichnen Ridley Scott, Tim Gamble, Frank Giustra, Yale Badick, Val Hill sowie Bill Carraro verantwortlich. Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=KQoCI-cKO3k

Kölsche Filmmatinée: Die Millionärin

Ab 08.10. um 11:30 Uhr im Odeon

Plakatmotiv "Kölsche Filmmatinée: Die Millionärin"
D / 1984
Vor 40 Jahren eröffnete Trude Herr im heutigen Odeon-Kino auf der Severinstrasse ihr "Theater im Vringsveedel"
und vor 3 x 11 Jahren brachte sie dort ihre letzte Theater- und Fernsehproduktion mit dem von ihr verfassten Stück
"DIE MILLIONÄRIN" auf Bühne und ins Deutsche Fernsehn. In Erinnerung an diese Daten zeigt die "Kölschen Filmmatinée"
die WDR-Aufzeichung des Stücks mit Hans Fischer, Peter René Körner(bekannt aus der Kindersendung der 60er Jahre "Hase Cäsar")
und Trude Herr.
 
 
"Die Millionärin", Schwank von und mit Trude Herr, in der Aufzeichnung des WDRs von 1984, am Sonntag, den 8. Oktober um 11:30 Uhr im Odeon-Kino, Severinsstrasse 81
Karten zu 7,50 Euro täglich ab 16 Uhr unter 0221 31 31 10  oder an der Kinokasse

Sondervorstellung: Die sichere Geburt - Wozu Hebammen?

Ab So., 08.10. um 14:00 Uhr im Odeon

Regie: Carola Hauck
Plakatmotiv "Sondervorstellung: Die sichere Geburt - Wozu Hebammen?"
Frei ab 12 Jahren
D / 2017
Am 08. Oktober um 14:00 Uhr zeigt Mother Hood e.V. den Dokumentarfilm "Die sichere Geburt" im Odeon-Lichtspieltheater. Im Anschluss an den Film gibt es eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Geburtshilfe, Mother Hood e.V. und der Regisseurin Carola Hauck.

Gibt es so etwas wie eine sichere Geburt und wie wichtig sind Hebammen überhaupt?
Was sieht die Physiologie für die natürliche Geburt vor und wodurch werden diese Abläufe gestört?
Kann man den Kaiserschnitt, der nicht als Not-OP durchgeführt wird, als eine sichere Alternative zur vaginalen Geburt betrachten?

Dieser Film geht den wichtigsten Fragen die Geburt betreffend nach:

1. Was macht Geburt sicher?
2. Wodurch wird Geburt gestört?
3. Was sind die Folgen von Interventionen auf die Mutter, das Kind und den Geburtsverlauf und sogar auf die Gesellschaft?

„Hauptsache das Kind ist gesund“ - der minimale Nenner für eine gute Geburt? Welche Auswirkungen hat die medizinisch-technisch überwachte Geburt auf den Verlauf der Geburt?
In Interviews mit Müttern, Hebammen, Ärzt*innen und Forscher*innen beleuchten wir die Folgen der routinemäßigen Interventionen auf Mutter und Kind. Welche Auswirkungen haben Interventionen auf den Geburtsverlauf?
Welche Ressourcen hat der Körper, um eine physiologische Geburt sicher ablaufen zu lassen?
Osteopathen verdeutlichen die anatomischen Gegebenheiten des Beckens und die Auswirkungen von Gebärpositionen auf den Geburtsverlauf.
Forscher*innen stellen die physiologischen Zusammenhänge dar. So wird der Ablauf einer Geburt in seiner Komplexität deutlich, sowie die Zusammenarbeit von Hormonen und Geweben, aber auch von Mutter und Kind.
Mentale und körperlich Auswirkungen auf Frauen und Kinder werden langfristig die Ökonomien enorm belasten und der Kinderwunsch der Frauen wird durch ihr Geburtserleben genauso beeinflußt, wie ihr Selbstwertgefühl. Mehr Infos zum Film unter http://www.die-sichere-geburt.de/

Seniorentreff im Kino

Ab Mi. 11.10. um 14:30 Uhr im Odeon

Regie: diverse
Plakatmotiv "Seniorentreff im Kino"
Frei ab 6 Jahren
2017
Nächster Termin:

Mittwoch, 11.10. um 14:30 Uhr
Happy End
Eintritt: 4 €


„Rundherum die Welt und wir mittendrin, blind.“
Die Momentaufnahme einer bürgerlichen europäischen Familie.

Nach Liebe und Das weiße Band der neue Film von Michael Haneke!
Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=9mlgfcyf7g0

Happy End

Ab 12.10. im Odeon

Regie: Michael Haneke
Plakatmotiv "Happy End"
Frei ab 12 Jahren
F D A / 2017
„Rundherum die Welt und wir mittendrin, blind.“
Die Momentaufnahme einer bürgerlichen europäischen Familie.

Nach Liebe und Das weiße Band der neue Film von Michael Haneke! Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=9mlgfcyf7g0

Pre-Crime

Ab 12.10. im Odeon

Regie: Matthias Heeder und Monika Hielscher
Plakatmotiv "Pre-Crime"
D / 2017
Do. 12.10. um 19 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Matthias Heeder.

Eine Software, die voraussagt, wo und wann ein Verbrecher zuschlägt. Was nach einem Science-Fiction-Szenario im Stil von MINORITY REPORT klingt, ist in Städten wie Chicago, London oder München längst Realität. Und ob wir gefährlich sind oder nicht, wird schon heute von Polizeicomputern entschieden. Predictive Policing nennt sich die Methode und dieses Zukunftsversprechen ist nicht nur ein positives. Big Data dient dabei als Quelle, die wir selbst kontinuierlich mit persönlichen Informationen befüllen. Da, wo der Film CITIZENFOUR aufhört, geht PRE-CRIME einen Schritt weiter. Die Regisseure Monika Hielscher und Matthias Heeder stellen einige der brennendsten Fragen unserer Zeit: Wie viel Freiheit sind wir bereit aufzugeben für das Versprechen von absoluter Sicherheit? Und können wir uns auf das Urteil von Computern und Algorithmen wirklich verlassen? Der Film reist um die halbe Welt und stellt Menschen vor, die täglich mit dieser Technologie arbeiten und sie weiter entwickeln. Aber auch Menschen, die zu den Opfern dieser Technologie wurden. PRE-CRIME zeigt: Die Zukunft hat uns längst eingeholt. Faszinierend und furchterregend zugleich dringen utopische Kontrollszenarien immer mehr in unser Leben ein… Mehr Infos zum Film unter http://precrime-film.de/

European Art Cinema Day

Ab 15.10. im Odeon

Plakatmotiv "European Art Cinema Day"
2017
Am 15. Oktober 2017 findet der zweite „European Art Cinema Day“ statt. Der Tag, der den europäischen Film und das Kino in den Fokus rückt, ist jetzt in Cannes vom internationalen Arthouse-Kinoverband CICAE ins Leben gerufen und steht unter der Schirmherrschaft der deutschen Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und der französischen Kulturministerin Audrey Azoulay. Mehr als 1.000 Kinos werden an diesem Tag mit europäischen Previews, Kinderfilmen und Meilensteinen der Filmgeschichte die Vielfalt europäischen Filmschaffens feiern. Begleitende Filmgespräche, Empfänge und Ausstellungen veranschaulichen das Engagement der Arthouse-Kinos für eine lebendige, filmkulturelle Vielfalt. Der europäische Film und das Kino spiegeln in besonderer Weise die kulturelle, soziale und sprachliche Diversität unseres Kontinents wieder. Der „European Art Cinema Day“ will diesen Wert hervorheben und durch innovative Aktionen ein breites, auch jüngeres Publikum von Filmkunst und Kino begeistern. Begleitet und umgesetzt werden die Maßnahmen von den 11 nationalen Arthouse-Kinoverbänden, in Deutschland von der AG Kino-Gilde e.V.. Der „European Art Cinema Day“ soll künftig jährlich im Herbst stattfinden.

So. 15.10. um 11 Uhr:
Preview: Daniel Hope - Der Klang des Lebens
D CH 2017 | 108 Min. | ab 0 Jahren | Regie: Nahuel Lopez

Daniel Hope ist einer der vielfältigsten und bedeutendsten Geiger seiner Generation. Ein international umjubelter Star, der von Beijing über Berlin bis nach New York die großen Konzertbühnen bespielt. Seine Geschichte ist die einer einzigartigen Karriere. Es ist aber auch die Geschichte von Flucht und Vertreibung, von Heimatsuche und Identitätsfindung. Und letztlich die Geschichte eines großen Happy Ends.

So. 15.10. um 13 Uhr:
La Grande Bellezza (Directors Cut)
IT 2013 | 174 Min. | Regie: Paolo Sorrentino

Gewinner des Oscars und des Golden Globes 2014 in der Kategorie: Bester fremdsprachiger Film.
Gewinner von vier Europäischen Filmpreisen 2014: u.a. Bester Film.

Es ist Sommer. Rom, die „ewige Stadt“, erstrahlt in voller Schönheit. Das Leben von Jep Gamberdella (Toni Servillo) ist purer Genuss: rauschende Feste, Dinner-Partys, schöne Frauen, schillernde Menschen. Er steht kurz vor seinem 65. Geburtstag und scheint das mondäne Leben in vollen Zügen zu genießen. Als erfolgreicher Journalist mit Charme und Charisma krönt er alle angesagten Events der Stadt und feiert ausgelassen mit der High Society Roms.

Doch hinter dem unverbesserlichen Verführer steht ein zynischer Beobachter, der ebenso die Kehrseite, die Leere und Oberflächlichkeit der opulenten Gesellschaft sieht, zu der er selber gehört. Nachdem er vor 40 Jahren einen erfolgreichen Roman geschrieben hat – auf den kein weiterer folgte – stürzte er sich in das mondäne Leben Roms.
Sein Geburtstag, ein rauschendes Fest über den Dächern der Stadt markiert einen Wendepunkt in Jeps Leben. Er sinniert über Vergangenheit und Zukunft, schwelgt in Erinnerungen an seine erste große Liebe und verspielte Chancen und an seine literarische Leidenschaft. Er beschließt, einen neuen Weg einzuschlagen und sein Leben endlich zu ändern…

The Square

Ab 19.10. Preview Mo. 16.10. mit Hauptdarsteller Claes Bang im Odeon

Regie: Ruben Östlund
Plakatmotiv "The Square"
Frei ab 12 Jahren
S D DK F / 2017
Gewinner der Goldenen Palme (Palme d'or) als Bester Film auf den Filmfestspielen von Cannes 2017.

Christian (Claes Bang) ist der smarte Kurator eines großen Museums in Stockholm. Die nächste spektakuläre Ausstellung, die er vorbereitet, ist "The Square". Es handelt sich um einen Platz, der als moralische Schutzzone fungieren und das schwindende Vertrauen in die Gemeinschaft hinterfragen soll. Doch wie bei den meisten modernen Menschen reicht auch bei Christian das Vertrauen nicht weit – er wohnt abgeschottet in einem stylishen Apartment und würde seinen Tesla nicht unbeaufsichtigt in einer zwielichtigen Gegend parken. Als Christian ausgeraubt wird und ihm kurz darauf die provokante Mediakampagne zu "The Square" um die Ohren fliegt, geraten sein Selbstverständnis wie auch sein Gesellschaftsbild schwer ins Wanken.

Prämiert mit der Goldenen Palme der Filmfestspiele von Cannes begibt sich THE SQUARE in die schillernde Welt der modernen Kunst und öffnet ihre moralischen Falltüren. In seiner klug inszenierten und äußerst unterhaltsamen Satire wirft Regisseur Ruben Östlund (HÖHERE GEWALT) brisante Fragen zum Zustand der heutigen Gesellschaft auf. Neben Hauptdarsteller Claes Bang (DIE BRÜCKE) vereint Östlund die Schauspiel-Stars Elisabeth Moss (MAD MEN) und Dominic West (THE WIRE) in seinem Ensemble.

Mehr Infos zum Film unter http://www.alamodefilm.de/kino/detail/the-square.html

Daniel Hope - Der Klang des Lebens

Ab 19.10. im Odeon

Regie: Nahuel Lopez
Plakatmotiv "Daniel Hope - Der Klang des Lebens"
D CH / 2017
Daniel Hope ist einer der vielfältigsten und bedeutendsten Geiger seiner Generation. Ein international umjubelter Star, der von Beijing über Berlin bis nach New York die großen Konzertbühnen bespielt. Seine Geschichte ist die einer einzigartigen Karriere. Es ist aber auch die Geschichte von Flucht und Vertreibung, von Heimatsuche und Identitätsfindung. Und letztlich die Geschichte eines großen Happy Ends.

Für Daniel Hope ist das Jahr 2016 ein Schlüsseljahr. Ein Jahr, indem sich berufliche und persönliche Kreise schließen. Als neuer Musik Direktor des Zürcher Kammerorchesters verbindet sich für den Geigenvirtuosen der persönliche Traum, einem renommierten Ensemble seine eigene musikalische Vision mitzugeben. Für den Menschen Daniel Hope ist das Jahr 2016 aber noch viel mehr. Mit dem Umzug nach Berlin, kehrt er zurück in das Land seiner Vorfahren. Daniel Hope wird 1973 in Südafrika geboren. Seine Mutter ist Tochter deutscher Exilanten mit jüdischen Wurzeln, die vor dem NS-Regime in letzter Minute flüchten und in Südafrika eine neue Heimat finden. Der Zweig seines Vaters ist irischer Abstammung. Als Kind erlebt Hope die Apartheid hautnah. Sein Vater ist ein kritischer intellektueller Verleger, der auch schwarze Autoren veröffentlicht und letztlich mit seiner Familie vor den politischen Repressalien aus Südafrika nach England emigrieren muss. Als Daniel Hope im Alter von nur vier Jahren in London auf den weltberühmten Geiger Yehudi Menuhin trifft, ist sein weiterer Lebensweg vorherbestimmt: Er möchte Geiger werden.
Mehr Infos zum Film unter http://mindjazz-pictures.de/project/hope-der-klang-des-lebens-ab-19-oktober-im-kino/

Die Unsichtbaren - Wir wollen leben

Ab 26.10. im Odeon

Regie: Claus Räfle
Plakatmotiv "Die Unsichtbaren - Wir wollen leben"
Frei ab 12 Jahren
D / 2017
Unglaublich, aber wahr: Während des Zweiten Weltkriegs gelingt es einigen jungen Juden, in der Anonymität Berlins unsichtbar zu werden.

 Berlin, 1943. Das Nazi-Regime hat die Reichshauptstadt offiziell für „judenrein“ erklärt. Doch einigen Juden gelingt tatsächlich das Undenkbare. Sie werden unsichtbar für die Behörden. Oft ist es pures Glück und ihre jugendliche Unbekümmertheit, die sie vor dem gefürchteten Zugriff der Gestapo bewahrt. Nur wenige Vertraute wissen von ihrer wahren Identität. Da ist Cioma Schönhaus, der heimlich Pässe fälscht und so das Leben dutzender anderer Verfolgter zu retten versucht. Die junge Hanny Lévy blondiert sich die Haare, um als scheinbare Arierin unerkannt über den Ku’damm spazieren zu können. Eugen Friede verteilt nachts im Widerstand Flugblätter. Tagsüber versteckt er sich in der Uniform der Hitlerjugend und im Schoße einer deutschen Familie. Und schließlich ist da noch Ruth Gumpel, die als Kriegswitwe getarnt, NS-Offizieren Schwarzmarkt-Delikatessen serviert. Sie alle kämpfen für ein Leben in Freiheit, ohne wirklich frei zu sein...

DIE UNSICHTBAREN ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch auf Interviews basiert, die Regisseur Claus Räfle und Ko-Autorin Alejandra López mit Zeitzeugen geführt und in ihren Film integriert haben. Sie erzählen die spannende und hoch emotionale Geschichte dieser wagemutigen Helden und widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel des jüdischen Widerstands.

Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=IyECKXy80Uw

Home is not a place

Ab Mi. 01.11. um 20:30 Uhr im Odeon

Regie: Pavel Schnabel
Plakatmotiv "Home is not a place"
D / 2015
Ein Film über das Zuhause-sein, das nichts mit einem Ort zu tun hat: Zuhause-sein mit anderen, Zuhause-sein in der Welt, Zuhause-sein im Theater. Pavel Schnabel begleitet in „HOME IS NOT A PLACE“ die Künstler des Frankfurter Straßentheaters „antagon“ durch eine spannende und spannungsreiche Saison.

Schauspieler und Tänzer aus aller Welt finden zusammen, finden ein Zuhause auf Zeit, oder finden es nicht. Manche verlieren ihr Herz, manche verlieren die Nerven. Immer gemeinsam, nie allein, und immer der Kritik ausgesetzt. Manche fügen sich ein und wachsen; aber man kann auch völlig verloren gehen, mitten unter Menschen…

Menschen voller Ideen und Phantasien treffen hier aufeinander. Menschen, die von der Freude am Theater beseelt und getrieben sind. Zu Beginn improvisieren, lachen, und experimentieren Madá, Anna, Nazli, und die anderen noch. Mit der Zeit ordnen Sie Ihre Kreativität den Stücken, die sie einstudieren, unter. Am Ende muss alles sekundengenau funktionieren. Jede Bewegung und jeder Handgriff muss sitzen – taktgenau. Denn es sind schwindelerregende, ja halsbrecherische Szenen, die das Theater zeigt. Riesige Stelzen, monströse Aufhäng-Vorrichtungen, Kostüme, die aus Träumen gemacht sind, Feuer und treibende Rhythmen: Das alles verschmilzt in unheimlicher Perfektion zu einer Show, die einem den Atem nimmt. „antagon“ erzeugt Schwindel.

 Pavel Schnabel spürt den Hoffnungen, Vorstellungen und Zielen der Künstler nach. Ihren Auseinandersetzungen mit den Anderen und mit sich selbst. Und ihrer Lust am Theater! Er folgt der Gruppe in ihre Wagenburg im Frankfurter Osten, einem Ort, an dem Tag für Tag unzählige Züge vorbeirasen. Einem vergessen wirkenden Ort, der im Frühjahr zum Leben erblüht. In wohlorganisiertem Chaos wird gelebt, getanzt und gespielt. Ein eigener Bauwagen ist der einzige Rückzugsort, den jeder der Künstler hat. Ansonsten gilt es stets, seinen Platz zu finden. In der Gruppe, auf der Bühne, im Leben.

Was macht das enge Zusammenleben und Zusammenarbeiten mit Madá, Anna, Nazli, und den anderen? Wie schaffen sie es, die Person zu bleiben, die sie sind, und doch anders zu werden?

 Wie schaffen sie es, im ständigen bunten Treiben Zuhause zu sein?

Mehr Infos zum Film unter http://www.home-is-not-a-place.com/de/