Vorschau

Diese Filme laufen demn├Ąchst im Odeon:

Mali Blues
D Mali/2015
 
Ab Dienstag, 27.09. um 20:00 Uhr im Odeon
 
Regie: Lutz Gregor
Premiere: Dienstag, 27.09. um 20:00 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Lutz Gregor.

Das westafrikanische Land Mali gilt als Wiege des Blues, den verschleppte Sklaven auf die Baumwollfelder Amerikas mitbrachten. Traditionelle Musik hält schon seit Jahrhunderten die Gesellschaft Malis zusammen. Doch Malis Musik ist in Gefahr. Radikale Islamisten führen im Norden des Landes die Scharia ein, verbieten Tanz und weltliche Musik, zerstören Instrumente und bedrohen die Musiker. Viele Musiker fürchten um ihr Leben und fliehen aus der Region um Timbuktu und Kidal. Doch der Islamistische Terror hat sich mittlerweile auch auf andere Teile Malis ausgeweitet. Die UNO-Kriegseinsätze werden weiter verstärkt, auch die deutsche Bundeswehr ist seit drei Jahren im Einsatz. Der Kinofilm MALI BLUES erzählt die Geschichten von vier Musikern, die Hass, Misstrauen und Gewalt in ihrem Land und eine radikale Auslegung des Islam nicht akzeptieren wollen. Weder in Mali, noch an einem anderen Ort auf der Welt.

Internationaler Shooting Star Fatoumata Diawara, Ngoni-Virtuose und traditioneller Griot Bassekou Kouyaté, der junge Rapper Master Soumy und der virtuose Gitarrist Ahmed Ag Kaedi, Leader der Tuareg-Band Amanar – sie alle haben eines gemeinsam: ihre Musik verbindet, tröstet, heilt und gibt den Menschen die Kraft für Veränderung, für eine gemeinsame Zukunft in Frieden. Mehr Infos zum Film unter http://www.realfictionfilme.de/filme/mali-blues/index.php
 
Das Leben ist keine Generalprobe
AT/2015
 
Ab Mittwoch, 28.09. um 20:30 Uhr im Odeon
 
Regie: Nicole Scherg
Mittwoch, 28.09. um 20:30 Uhr in Kooperation mit GEA Köln.

DAS LEBEN IST KEINE GENERALPROBE beobachtet die Umsetzung einer Idee von einem besonderen Unternehmen, der „Waldviertler“-Werkstätten, in einer der prekärsten Regionen Österreichs, dem nördlichen Waldviertel.

Wie lassen sich die Visionen einer gerechten Welt, die den Firmeninhaber Heinrich Staudinger antreiben,

in den wirtschaftlichen Entwicklungen der Gegenwart verwirklichen?
Mehr Infos zum Film unter http://www.daslebenistkeinegeneralprobe.at/
 
Frantz
Frei ab 6 Jahren
D F/2016
 
Ab 29.09. im Odeon
 
Regie: Fran├žois Ozon
Kurz nach dem Ersten Weltkrieg in einer deutschen Kleinstadt geht Anna (PAULA BEER) jeden Tag zum Grab ihres Verlobten Frantz, der in Frankreich gefallen ist. Eines Tages legt Adrien (PIERRE NINEY), ein junger Franzose, ebenfalls Blumen auf das Grab von Frantz. Das Geheimnis um Adriens Anwesenheit im Ort nach der deutschen Niederlage entfacht unvorhersehbare Reaktionen. Mehr Infos zum Film unter http://www.frantz.x-verleih.de/
 
Meine Zeit mit C├ęzanne
F/2016
 
Ab 06.10. im Odeon
 
Regie: Dani├Ęle Thompson
Sie waren jung, furchtlos und rebellisch, die Provence feierten sie als Sehnsuchtsort. Paul Cézanne und ├ëmile Zola – aus dem einen wird ein Maler, aus dem anderen ein Schriftsteller. Während der Ruhm an Paul vorbei geht, besitzt ├ëmile alles: Ansehen, Geld und eine perfekte Frau, die Paul zuerst geliebt hat. Sie kritisieren und bewundern sich und gehen dabei keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Bis ihre Freundschaft an einem „Werk“ zu zerbrechen droht… Bildgewaltig inszeniert und hochkarätig besetzt zeichnet MEINE ZEIT MIT C├ëZANNE die Geschichte der stürmischen Freundschaft zweier Genies. Mehr Infos zum Film unter http://www.cezanne-derfilm.de/
 
European Art Cinema Day
2016
 
Ab So. 09.10. im Odeon
 
Am 9. Oktober 2016 findet der erste „European Art Cinema Day“ statt. Der Tag, der den europäischen Film und das Kino in den Fokus rückt, ist jetzt in Cannes vom internationalen Arthouse-Kinoverband CICAE ins Leben gerufen und steht unter der Schirmherrschaft der deutschen Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und der französischen Kulturministerin Audrey Azoulay. Mehr als 1.000 Kinos werden an diesem Tag mit europäischen Previews, Kinderfilmen und Meilensteinen der Filmgeschichte die Vielfalt europäischen Filmschaffens feiern. Begleitende Filmgespräche, Empfänge und Ausstellungen veranschaulichen das Engagement der Arthouse-Kinos fu╠łr eine lebendige, filmkulturelle Vielfalt. Der europäische Film und das Kino spiegeln in besonderer Weise die kulturelle, soziale und sprachliche Diversität unseres Kontinents wieder. Der „European Art Cinema Day“ will diesen Wert hervorheben und durch innovative Aktionen ein breites, auch ju╠łngeres Publikum von Filmkunst und Kino begeistern. Begleitet und umgesetzt werden die Maßnahmen von den 11 nationalen Arthouse-Kinoverbänden, in Deutschland von der AG Kino-Gilde e.V.. Der „European Art Cinema Day“ soll ku╠łnftig jährlich im Herbst stattfinden.

Einheitspreis für alle Filme: 6 €

So. 09.10. um 16 Uhr:
Marie Curie
F PL D 2016 | 100 Min. | ab 6 Jahren | Regie: Marie Noelle

Im Jahr 1903 erhält die Wissenschaftlerin Marie Curie (Karolina Gruszka) als erste Frau gemeinsam mit ihrem Mann Pierre (Charles Berling) den Nobelpreis für Physik. Doch nur kurze Zeit später, mit gerade Mitte Dreißig und als junge Mutter zweier Kinder, verliert sie Pierre durch einen Unfall. In einer von Männern dominierten Welt bahnt sie sich ihren Weg unerschütterlich weiter, setzt ihre Forschungen alleine fort und erhält als erste Frau einen Lehrstuhl an der Pariser Sorbonne. Als sie sich nach Jahren der Trauer in den verheirateten Wissenschaftler Paul Langevin (Arieh Worthalter) verliebt und sich auf eine Affäre mit ihm einlässt, löst sie damit jedoch einen heftigen Skandal aus. Denn just in dem Moment, als bekannt wird, dass sie ihren zweiten Nobelpreis - nun für Chemie - erhält, veröffentlicht die Pariser Presse Briefwechsel von Marie und Paul, die dessen rachsüchtige Ehefrau weitergegeben hat. Im vollen Glanze ihres beruflichen Ruhms wird die geniale Wissenschaftlerin Marie Curie damit zum Ziel übler Diffamierungen. Zur banalen Ehebrecherin abgestempelt muss sie bitterlich erfahren, dass Vernunft und Leidenschaft nicht vereinbar sind.

So. 09.10.um 20:30 Uhr:
Aloys
CH 2016 | 90 Min. | Regie: Tobias Nölle

Der verschrobene Privatdetektiv Aloys Adorn filmt und beobachtet durch seine Kamera das Leben anderer, bis der Tod seines Vaters ihn aus seiner geordneten Bahn wirft. Als er nach einer durchzechten Nacht in einem Bus aufwacht, ist der Schock groß: Seine Kamera und Observierungsaufnahmen wurden gestohlen. Kurz darauf ruft ihn eine mysteriöse Frau an und erpresst ihn zu einem obskuren Experiment. Dies ist der Anfang einer magischen Reise, auf der sich Aloys in die Stimme am anderen Ende des Telefons verliebt und die Kraft finden muss, seine Einsamkeit endgültig zu durchbrechen.

ALOYS feierte seine Weltpremiere in der Sektion PANORAMA auf der diesjährigen BERLINALE (2016)und gewann dort den FIPRESCI Preis.

„Tobias Nölle ist ein genauer Beobachter menschlicher Verhaltensweisen in Relation zu ihrer Umwelt– und ein Filmemacher, den es im Auge zu behalten gilt.“ kino-zeit.de
 
K├Âlsche Matin├ęe: N├ózim Hikmet - Sie haben Angst vor unseren Liedern
D/1994
 
Ab So. 09.10. um 11:30 Uhr im Odeon
 
Regie: Osman Okkan
Kölsche Filmmatinée:
So. 09.10. um 11:30 Uhr


"Wir wissen es beide, Geliebte, / Man hat es uns beigebracht, / Was es heißt, zu hungern, zu frieren, / Vor Erschöpfung zusammenzubrechen / Und voneinander getrennt zu leben." Nâzim Hikmet ist einer der berühmtesten türkischen Dichter. Aus Anlaß seines 100jährigen Geburtstages würdigte man das Werk eines Mannes, der den Großteil seines Lebens im Gefängnis oder im Exil verbrachte. Als Nâzim Hikmet 1963 in Moskau starb, war sein Werk, von dem insbesondere seine Lyrik und sein Großpoem "Menschenlandschaften" hervorzuheben sind, in über 60 Sprachen übersetzt, wobei eine adäquate Übersetzung ins Deutsche noch aussteht. In der Türkei jedoch durfte es erst nach 30jährigem Publikationsverbot erscheinen, denn Nâzim Hikmet bekannte sich seit seiner Jugend zum Kommunismus und ist darum auch heute noch umstritten. Im Film werden Leben und Werk des Dichters noch einmal rekonstruiert.

Kamera: Dieter Oeckl
 
Wei├če Ritter
D/2015
 
Ab 19.10. um 21:00 Uhr im Odeon
 
Regie: Markus Mischkowski und Kai Maria Steink├╝hler
19.10. um 21:00 Uhr: Zu Gast die Regisseure Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler und Hauptdarstellerin Steffi
Gosejohann.


Mit dem Kinofilm "Weiße Ritter" präsentiert Westendfilme die achte Episode des Kölner Westend-Zyklus:

Die beiden langzeitarbeitslosen Freunde Mike (Markus Mischkowski) und Alfred (Kai Maria Steinkühler) werden von ihrem alten Kumpel Rasto (Jens Claßen) als Mitarbeiter seines neuen Kurierdienstes rekrutiert und sollen wichtige Unterlagen "diskret" nach Luxemburg bringen. Als Rasto jedoch, gecoacht von einer charmanten Consulterin (Claudia Basrawi), neue Methoden der Personalführung und Mitarbeitermotivation einführt und Alfred sich in die eigenwillige Tramperin Anja (Steffi Gosejohann) verliebt, gerät das Pilotprojekt schnell zu einem unwägbaren Unterfangen.

Ein Abenteuer mit postmodernen Prekariern in frühmittelalterlichen Beschäftigungsverhältnissen. Mehr Infos zum Film unter http://www.weisse-ritter-derfilm.de/
 
Hinter den Wolken
B/2015
 
Ab 20.10. im Odeon
 
Regie: Cecilia Verheyden
Nach mehr als 50 Jahren treffen sich Emma und Gerard wieder. Für beide war es damals die erste große Liebe. Und obwohl sie inzwischen fast ein ganzes Leben trennt, spüren sie noch immer diese Anziehung, die Vertrautheit und auch die Leidenschaft. Für Emmas Familie kommt das unvermittelt und viel zu früh. Schließlich ist ihr Mann gerade erst gestorben. Aber die Liebe lässt sich nicht planen, und was haben die beiden schon noch zu verlieren, außer Zeit?

HINTER DEN WOLKEN ist eine humorvolle Hommage an die Liebe in jedem Alter. Warmherzig und voller Lebenslust inszeniert Regisseurin Cecilia Verheyden ihr Langfilmdebüt und begeisterte damit in Belgien bereits ein riesiges Publikum. Ihre wunderbaren Hauptdarsteller Chris Lomme und Jo De Meyere tragen den Film, der von Jean-Pierre und Luc Dardenne koproduziert wurde. Mehr Infos zum Film unter http://wolken.pandorafilm.de/
 
Haymatloz - Exil in der T├╝rkei
D/2016
 
Ab 23.10. 16 Uhr (Premiere) | Offizieller Start 27.10. im Odeon
 
Regie: Eren ├ľns├Âz
Direkt nach der Machtergreifung durch die Nazis verloren rund ein Drittel der Professoren ihre Stellungen an deutschen Universitäten. Was die Wenigsten wissen: zahlreiche Intellektuelle, Juden und Antifaschisten, flüchteten in das unbekannte Exilland Türkei. Staatsgründer Atatürk hatte die Deutschen eingeladen, an seiner ambitionierten Universitätsreform mitzuwirken.

Die Filmemacherin Eren Önsöz begleitet die letzten Nachkommen dieser Professoren an Schauplätze in der Schweiz, Deutschland und in der Türkei. Mithilfe von fünf Protagonisten, die in der Türkei geboren und aufgewachsen sind, untersucht sie dieses vergessene Kapitel deutsch-türkischer Geschichte, dessen Bedeutung bis in unsere Gegenwart reicht.

An der Europäisierung der Türkei waren die renommierten Deutschen wesentlich beteiligt. Doch was ist von dem Kultur- und Wissenstransfer unter Premier Erdogan übrig geblieben? Wo doch heute in der Türkei die Atatürkschen Reformen rückgängig gemacht und laizistische Strukturen aufgelöst werden. Gilt das auch für die Bemühungen der Exilant?

Inmitten der weltweiten Flüchtlingskrise wirft der Dokumentarfilm hochaktuelle Fragen auf und beleuchtet das Schicksal der akademischen Elite Deutschlands im türkischen Exil: Verfolgt, hofiert und „haymatloz“. Mehr Infos zum Film unter http://mindjazz-pictures.de/project/haymatloz-exil-in-der-tuerkei-ab-27-oktober-2016-im-kino/
 
Die Getr├Ąumten
A/2016
 
Ab 27.10. im Odeon
 
Regie: Ruth Beckermann
So. 30.10. um 17 Uhr in Anwesenheit der Regisseurin Ruth Beckmann.

Um Liebe und Hass, um richtige und falsche Worte, geht es in dem Film „Die Geträumten“. Im Zentrum stehen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, die sich im Nachkriegswien kennengelernt haben. Deren Briefwechsel bildet die Textgrundlage.

Die dramatische, rauschhafte, aber auch unendlich traurige Liebesgeschichte zwischen Bachmann und Celan beginnt 1948, als sie 22 und er 27 Jahre alt ist, und sie endet mit dem Suizid Celans 1971 in Paris. Für Ingeborg Bachmann ist es die große Liebe ihres Lebens, und doch hört sie nie auf, in ihm den Fremden zu sehen und ein bisschen wohl auch zu fürchten: einen Juden aus Czernowitz, dessen Eltern im Holocaust umgekommen sind, während sie selbst nichts dergleichen erlebt hat. Sie liebt ihn und stößt an Grenzen, an ihre eigenen und an seine. Es geht nicht immer nett zu in diesen packenden Briefen. In einem Moment des Zweifels fragt sie: „Sind wir nur die Geträumten?“

Zwei junge Schauspieler, Anja Plaschg und Laurence Rupp, treffen sich in einem Tonstudio, um daraus zu lesen. Die dramatisch schwankenden Gefühle der Briefe – zwischen Rausch und Verlustangst, Entzücken und Erschrecken, Nähe und Fremdheit – gehen auf die Schauspieler über. Aber sie amüsieren sich auch, streiten, rauchen, reden über Tattoos und Musik. Ob die Liebe damals oder die Liebe heute, ob Inszenierung oder Dokumentation: Wo die Ebenen verschwimmen, schlägt das Herz des Films.
Mehr Infos zum Film unter http://grandfilm.de/die-getraeumten/