Liebe ODEON -Freunde,
auf vielfachen Wunsch wollen wir ab 2013 verstärkt Filme neben den deutschen Fassungen auch in der Originalsprache Englisch und Französisch mit deutschen Untertiteln anbieten.
Die Digitalisierung unseres Filmabspiels macht das möglich.
Als OmU-Tag haben wir uns erstmal den Sonntagabend ausgesucht.
Sonntag ab 18:00 Uhr wollen wir alle nicht deutschen Filme wenn uns die Filmverleihe das Aufführen erlauben im OmU zeigen.
Ihr ODEON-Team
NRW Premiere Mi. 1.5. 20:00 Uhr ODEON Köln, in Anwesenheit des Regisseur Konstantin Faigle.
Sonderveranstaltung zum aktuellen Film: 5. Mai 2013 im Odeon um 11:00 Uhr.
Gäste: Regisseur Konstantin Faigle, Heinz Weinhausen (Institut für Neue Arbeit), Martin Herrndorf (Agora Köln, Tag des guten Lebens, COLABOR)
Die essayistisch-satirische Doku-Fiktion FROHES SCHAFFEN zeigt: Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt – Die Arbeit.
Arbeit ist Sicherheit, Selbstbestätigung, Existenzberechtigung. Sie ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt FROHES SCHAFFEN diesen „heiligen“ Lebenssinn der Arbeit.
Regisseur Konstantin Faigle begibt sich auf eine Reise zu den Wurzeln unseres Arbeitsbegriffs. Er besucht die Stätten des Arbeitsglaubens und dessen Niedergangs. Er fährt ins Ruhrgebiet zu den letzen „heiligen“ Bergarbeitern und zum geschlossenen Nokia-Werk. Er begutachtet in Hamburg ein virtuelles Übungskaufhaus, eine Aktivierungsmaßnahme für Langzeitarbeitslose. Und in den USA besucht er unter anderem einen kalifornischen Ein-Mann-Fernsehsender, der seine Beiträge komplett via Internet auf den Philippinen schneiden lässt.
Zu Wort kommen zahlreiche Experten wie der amerikanische Sozialhistoriker Prof. Benjamin Hunnicutt, der US-Ökonomen Jeremy Rifkin, der Philosoph und Religionskritiker Michael Schmidt-Salomon, Soziologin und Buchautorin Marianne Gronemeyer sowie Tom Hodgkinson, britischer Experte für Muße, Genuss und Gelassenheit.
Parallel dazu geht der Film in kleinen, inszenierten Szenen mit Humor und Tiefgang unserer deutschen Arbeitswelt auf den Grund: Er beobachtet Werner Kraft, einen gut verdienenden, aber ausgebrannten Ingenieur. Er zeigt Hartmut Breuer, einen einsamen deutschen Rentner und Marion Weber, eine emanzipierte Freelancerin ohne Aufträge. Und während Herbert Stollberg-Naue noch die Vorzüge seines Sozialversicherungsfachangestelltendaseins genießt, führt Jochen Picht schon längst das Leben eines glücklichen Müßiggängers.
Eine wunderbar ketzerische, filmische Reflektion – unterhaltsam, humorvoll und zugleich tiefgründig.
Nächster Termin: Mi. 10.04. 14:30 Uhr; Eintritt: 4,- €
Film: "Eine Dame in Paris" von Ilmar Raag (Preview)
Jeden zweiten Mittwoch im Monat trifft sich ein bunter Kreis älterer Menschen im ODEON um sich gemeinsam einen guten Film anzuschauen und um über dies und das zu erzählen.
Die kommenden Termine:
Mi. 8.05. 14:30 Uhr
"Verliebte Feinde" von Werner Schweizer
aktuell zum Bundesstart.
Mi. 12.06. 14:30 Uhr
"Eine wahre Geschichte - A straight Story" von David Lynch
David Lynchs Meisterwerk von 1999 über einen 83 jährigen Mann der mit seinem Rasenmäher durch die USA fährt, um seinen Bruder noch einmal zu sehen. Da sein Rasenmäher nicht schneller als 10 Km/h fährt lernt er unterwegs viele Menschen kennen.
Da die Rechte auslaufen, zum letzten mal im Kino.
So. 21.07. 11:30 Uhr
"Jackie - Wer braucht schon eine Mutter" von Antoinette Beumer
Zwei junge Frauen aus den Niederlanden eilen ihrer Leihmutter Jackie (Holly Hunter) zur Hilfe.
10-Jähriges Jubiläum der Senioren Netzwerke Köln.
Eintritt: 5,00
Mehr Infos zum Film unter
Bei dem Provinzschauspieler Gustav Müller dreht sich alles um das Theater. Seine Kinder, Herodes und Mariamne, leben auch als Erwachsene noch in dieser Welt. Das Sterben ist für sie ein Zustand, der höchstens eine Theatersaison lang anhält. Der Tod ist eine willkommene Ausrede. So bleibt Mariamne, die „aus Versehen“ 100.000 Euro bei ihrem Arbeitgeber mit einer gefälschten Unterschrift veruntreut hat, nichts anderes übrig, als ihre eigene Beerdigung zu inszenieren. Ihr Bruder, ihre Haushälterin und der Vater ihrer unehelichen Tochter sind dabei die Statisten. Endlich unter der Erde und von allen Sorgen befreit, will Mariamne auf große Weltreise gehen.
Trude Herr ist Kölsches Urgestein.
Sie wurde 1927 in Köln-Kalk geboren, wuchs in Köln Mülheim auf und starb 1991 in dem Dörfchen Lauris in der Nähe von Aix-en-Provence in Frankreich.
Sie spielte sich mit kleinen Rollen im Millowitsch-Theater und Auftritten während des Karnevals in die Herzen des Kölner Publikums.
Willi Schaeffers vom Kabarett „Tingel-Tangel" holte sie nach Berlin, wo ihr 1960 mit dem Lied „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann!" aus dem Film „Marina" der Durchbruch gelang. Es folgten über 30 weitere Filme und zahlreiche Auftritte im Fernsehen.
1977 erfüllte sie sich den Traum von einem eigenen Theater. Im „Theater im Vringsveedel" in der Severinstraße wollte sie volksnahes Theater als Alternative zum etablierten Millowitsch-Theater machen. 1986 musste sie aus finanziellen und gesundheitlichen Gründen ihr Theater schließen.
1987 nahm sie ein Album mit internationalen Hits auf und lieferte dafür die deutschen Texte. Mit Wolfgang Niedecken von der Gruppe BAP und Tommy Engel von den Bläck Fööss interpretierte sie den Titel „Niemals geht man so ganz", der Platz 20 in den deutschen Charts erreichte.
Premiere am Mi. 15.5. 20:00 Uhr ODEON Köln,
in Anwesenheit der Regisseurin Désirée von Trotha und Produzentin Nicole Joens.
Mit anschließendem Gespräch, Moderation Dr. Anne Siegel.
Über das sagenumwobene „Festival au Désert“ in Mali und den Touareg-Musikern, die mit E-Gitarren die Wüste beleben, konnten man in den letzten zwei Jahren immer wieder auch in der hiesigen Musikpresse lesen. Filmemacherin Désirée von Trotha, die sechs Monate im Jahr in der Sahara verbringt, reiste 2012 dorthin und porträtierte die kreativen Protagonisten der Nomadenbevölkerung Kel Tamaschek.
Mehr Infos zum Film unterZu Gast: Regisseur Wolfram Huke
ODEON Köln Freitag 17.5. ca. 19:00 Uhr
Neue Filmbühne Bonn Samstag 18.5. ca. 19:00 Uhr
Sie werden Dauersingles, absolute Beginner oder Menschen ohne Beziehungserfahrung genannt. Sie haben nie Händchen gehalten oder im Kino geknutscht. Wissen nicht, wie man einen Partner findet, "wie man das macht" mit der Liebe. Haben sich verliebt, sind aber nie zurück geliebt worden. Dabei ist ihnen ihr Defizit äußerlich nicht zwangsläufig anzusehen. Es gibt sie in dick und dünn, männlich und weiblich, alt und jung. Unerkannt und ungeküsst leiden sie still für sich und richten sich notgedrungen allein im Leben ein – einem immer nur vorläufigen Leben, denn ganz können sie die Hoffnung doch nicht aufgeben...
Vermutlich keine kleine, aber eine unsichtbare Minderheit.
LOVE ALIEN ist ein Film aus der Ich-Perspektive: Die Innenansicht eines ungewollt beziehungslosen Lebens in einer Welt, wo der Liebe kaum zu entkommen ist. Die Suche nach Antworten auf das Warum, nach Auswegen aus dem Alleinsein, nach Zugängen zur Welt der Liebenden.
Ein Jahr lang, vom 29. bis zum 30. Geburtstag, trägt Dokumentarfilmer Wolfram Huke eine kleine Kamera bei sich. Ursprünglich wollte er mit ihr auf Partnersuche gehen, doch dieser Plan geht nicht auf: Frauen und die Liebe erweisen sich als kamerascheu. Stattdessen richtet Wolfram die Kamera auf sich und seine Art zu leben, unternimmt Ausflüge in die Welt der Liebenden und beginnt, an sich zu arbeiten. So entsteht eine schonungslose Auseinandersetzung mit sich und den anderen, die einiges zutage fördert. Nur keine einfachen Antworten.
Pressestimmen:
„einzigartig konsequent und sehr gelungen“ – Süddeutsche Zeitung
„eine hochmutige Selbstbeschreibung“ – Die Welt
„ein Tabubruch“ – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Mehr Infos zum Film unter
Reihe Kölsche Originale:
Zum 86. Geburtstag von Trude Herr zeigen wir:
Mittwoch 22.5. 19:30 Uhr „Scheidung auf Kölsch“
Scheidung auf Kölsch: Die Handlung spielt in einem Herrenzimmer eines Miederwarengeschäftes. Katharina Engel, die Besitzerin, muss erfahren, dass ihr Ehemann, ein biederer Beamter, fremdgehen soll.
Karriereaussichten bei der Bereitschaftspolizei, Nachwuchs unterwegs, die Doppelhaushälfte von den Eltern vorfinanziert: Marcs Leben ist gut eingerichtet.
Doch dann lernt er bei einer Fortbildung den Kollegen Kay kennen. Beim gemein-
samen Lauftraining lernt Marc ein neues Gefühl von Leichtigkeit kennen – und wie
es ist, Gefühle für einen Mann zu entwickeln.
Hin- und hergerissen zwischen der ihm vertrauten Welt und dem Rausch der neuen Erfahrung gerät ihm sein Leben zusehends außer Kontrolle. Im freien Fall kann Marc
es niemandem mehr recht machen. Am wenigsten sich selbst.
Pressestimmen:
"Das schönste Liebespaar der Berlinale."
(Knut Elstermann, RBB Radio Eins)
"Eine vibrierende Darstellungskraft bis in die Nebenrollen -
beeindruckend!" (FAZ)
"Eine Verwirrung der Gefühle, die einen fatalen Sog entwickelt."
(Der Tagesspiegel)
"Die deutsche Antwort auf BROKEBACK MOUNTAIN." (3sat)
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Ein überbordendes Maß an Gefühlen und eine deutliche politische Agenda sind die Extreme, zwischen denen der flämische Regisseur Felix van Groeningen („Die Beschissenheit der Dinge“) eine leidenschaftliche Liebesgeschichte und einen dramatischen Krankheitsfall spannt. Alles begleitet und durchdringt die Bluegrass-Musik der Band, die Liebe, Leben und Leiden nicht nur vertont, sondern in besonders emotionalen Höhepunkten auf noch mehr Sinne loslässt. „The Broken Circle Breakdown“ war eine musikalische wie filmische Sensation auf der Berlinale 2013.
Ausgezeichnet mit dem Label Europa Cinemas und dem Panorama-Publikumspreis Filmfestspiele Berlin 2013
PRESSESTIMMEN:
"Eine wunderschöne Liebesgeschichte und gleichzeitig die traurigste und tragischste Geschichte aller Zeiten."
taz
Die Sehnsucht nach dem Leben des Anderen: Bille Augusts Verfilmung des Schweizer Erfolgsromans von Pascal Mercier überzeugt als beeindruckend besetztes Ensemble-Stück vor der malerischen Kulisse Lissabons. Jeremy Irons spielt einen älteren Mann, der zum ersten Mal in seinem Leben aus den gewohnten Konventionen ausbricht und in die Vergangenheit des faschistischen Portugals der 70er-Jahre eintaucht. Ein atmosphärischer historischer Thriller – solides europäisches Kino.
Mit: Jeremy Irons, Martina Gedeck, Jack Huston, August Diehl, Mélanie Laurent, Christopher Lee, Burghart Klaußner
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