Shut Up And Play The Piano

Ab 20.09. im Odeon

Regie: Philipp Jedicke
Plakatmotiv "Shut Up And Play The Piano"
D GB F / 2018
„One of these days I will shut up and play the piano“ heißt es im Refrain des Songs, der zum Titel des Porträts des eklektischen Musikers Chilly Gonzales wurde. Und tatsächlich erfand sich der Kanadier, bürgerlich Jason Charles Beck, mit ruhigen Klängen am Klavier neu, nachdem er als schnoddriger Elektro-Rapper Karriere gemacht hatte. 2003 erklärte sich der selbstgewählte Außenseiter lautstark zum Präsidenten des Berliner Undergrounds, um wenig später mit seinem leisen Album „Solo Piano“ auch die bürgerlichen Konzertsäle zu erobern. Ein langes Gespräch mit Schriftstellerin Sibylle Berg zieht sich als roter Faden durch den Film. Zwischen den beiden geht es ans Eingemachte, in ihren Fragen und Antworten stehen sie einander in nichts nach.
Philipp Jedicke verbindet in seinem Regiedebüt mit leichter Hand Archivmaterial mit spielerisch inszenierten Szenen und Interviews mit Weggefährt*innen wie Peaches, Leslie Feist und Jarvis Cocker. Kombiniert mit den energiegeladenen Auftritten von Gonzales gibt es einen hart arbeitenden Entertainer zu entdecken, der immer aufs Neue zu überraschen weiß. Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=Z2xBs0z0g5o

Wackersdorf

Ab 20.09. im Odeon

Regie: Oliver Haffner
Plakatmotiv "Wackersdorf"
Frei ab 6 Jahren
D / 2018

Oberpfalz, 1980er Jahre: Die Arbeitslosenzahlen steigen und der Landrat Hans Schuierer (Johannes Zeiler) steht unter Druck, Perspektiven für die Bevölkerung zu schaffen. Da erscheinen ihm die Pläne der Bayerischen Staatsregierung wie ein Geschenk: In der beschaulichen Gemeinde Wackersdorf soll eine atomare Wiederaufbereitungsanlage (WAA) gebaut werden, die wirtschaftlichen Aufschwung für die ganze Region verspricht. Doch als der Freistaat ohne rechtliche Grundlage mit Gewalt gegen Proteste einer Bürgerinitiative vorgeht, die sich für den Erhalt der Natur in ihrer Heimat einsetzt, steigen in Schuierer Zweifel auf. Vielleicht ist die Anlage doch nicht so harmlos wie behauptet. Er beginnt nachzuforschen und legt sich mit der mächtigen Strauß-Regierung an.

Hier noch drei schöne Pressestimmen:

Mit „Wackersdorf“ gelingt Oliver Haffner ein Film der Stunde. Und er tappt nicht in die Eventfilm-Überwältigungsfalle. … Dem Werk ist die jahrelange Reifezeit der Stoffentwicklung anzumerken, ebenso der Umstand, dass Menschen beteiligt waren, die Zeit und Gegend gut kennen.
Die Welt

Regisseur und Co-Autor Oliver Haffner hat nicht den emphatischen Demonstrationsfilm gedreht, der dieser Zeit vielleicht ein populäres Denkmal setzen würde. Er macht etwas Schöneres: In einfachen Bildern fühlt er sich ein in das unverwüstliche Genre des Heimatfilms.
Frankfurter Rundschau

„Wackersdorf“ – kein billiges, politisch einseitiges Pamphlet. Ganz im aufregenden Gegenteil. Sondern ein spannender, faszinierend-authentischer, hervorragend bis in den kleinsten Nebenpart besetzter Ensemble-„Krimi“ mit faktischem Polit-Hintergrund. Die Kino-Zeit vergeht wie im Fluge, so prächtig funktioniert dieser thematisch weit über die bayerische Region hinausgehende und heute einmal mehr lebendiger Aufreger  = Motto: Wehrt Euch, leistet Widerstand = von überragendem Spannungs-Kino (= 4 1/2 PÖNIs).
Poenack

Mehr Infos zum Film unter http://www.wackersdorf-film.de

Nicht mehr unter Kontrolle

Ab 23.09. um 18 Uhr im Odeon

Plakatmotiv "Nicht mehr unter Kontrolle"
D / 2018
Mit anschließender Publikumsdiskussion. Eintritt frei.
Anmeldung über Medienprojekt Wuppertal.


Ein Dokumentarfilm über Homosexuelle und Suchterkrankungen.

Im Zentrum des Filmes stehen fünf schwule Süchtige. Alle sind alkoholabhängig, einige haben auch andere Süchte wie Party- und Sexdrogen-, Automatenspielsucht oder Esssucht. Sie treffen und unterstützen sich gegenseitig in verschiedenen Selbsthilfegruppen des Netzwerkes SHALK in NRW für homosexuelle Menschen mit verschiedenen Suchterkrankungen. Bei SHALK geht es um mehr als nur um Sucht und Überleben: »anders« zusammen den Alltag packen, beraten und beraten werden, sich austauschen, alle Fragen stellen; Gemeinschaft erleben mit anderen, die erfahren sind in Sachen Sucht und schwul-lesbisches Leben, suchtfrei feiern, Tipps für den Alltag bekommen, Nachhaken zu den Therapieerfahrungen, die andere gemacht haben.
Mehr Infos zum Film unter https://medienprojekt-wuppertal.de/dokumentarfilmprojekt-ueber-homosexuelle-und-suchterkrankungen

Das Dorf der Vergesslichen

Ab So., 23.09. um 14 Uhr. Zu Gast: Regisseurin: Madeleine Dallmeyer im Odeon

Regie: Madeleine Dallmeyer
Plakatmotiv "Das Dorf der Vergesslichen"
D / 2018
Demenzpatienten aus Europa, inmitten eines thailändischen Dorfes. Hier im Norden Thailands werden sie Tag und Nacht gepflegt und versorgt. In Paaren bewegen sich Patienten und Pfleger durch die Straßen des Dorfes - für die Bürger von Faham ein alltägliches Bild. Die Kulturen könnten kaum unterschiedlicher sein - und doch funktioniert der eine nicht ohne den anderen. Das Dorf der Vergesslichen erzählt vom Zusammenleben, vom Vergessen und Erinnern, von Liebe und Freundschaft. Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=C34i7DsDzWI&feature=youtu.be

Nachlass

Ab 27.9. 20:00 Premiere mit den Filmemachern im Odeon

Regie: Christoph Hübner und Gabriele Voss
Plakatmotiv "Nachlass"
Frei ab 6 Jahren
D / 2018

Das Schweigen der Väter brechen die Kinder und Enkel.

NACHLASS ist ein Dokumentarfilm von Christoph Hübner und Gabriele Voss.

Am Donnerstag den 27.9. um 20:00 Uhr werden Gabriele Voss und Christoph Hübner im ODEON Köln zu Gast sein um über ihren Film zu diskutieren.

Sieben Kinder und Enkel von NS-Tätern, Wehrmachtsangehörigen und Holocaust-Überlebenden erzählen in NACHLASS davon, wie Unausgesprochenes, Schuldgefühle und Traumata die Beziehungen zu ihren Vätern und Großvätern geprägt haben und wie befreiend die Auseinandersetzung mit diesem Vermächtnis für sie ist. Das Schweigen der Väter brechen die Kinder und Enkel.

NACHLASS holt die Erinnerung und das Wissen dahin zurück wo sie gebraucht werden – zu uns und unseren Familien.

 Fast 70 Jahre nach Kriegsende leben wir an einer Schnittstelle – jedenfalls was die Geschichte der Kriegs- und Nazizeit betrifft. Die Zeitzeugen sterben, doch die Vergangenheit lebt weiter – als Erbschaft zwischen den Generationen und als Geschichte in jedem von uns. Im Zentrum des Films stehen Menschen, die nach dem Krieg geboren sind, oft schon die zweite oder dritte Generation. Sie alle sind mit dem Erbe befasst, vor allem durch die Geschichte in der eigenen Familie.

Da ist der Chemiker, dessen Vater Polizeiführer bei den Einsatzgruppen war, die für die Ermordung tausender Menschen verantwortlich sind. Da ist die ehemalige Gymnasiallehrerin, deren Vater SS-Arzt war und die immer noch hofft, dass ihr Vater nicht selbst geschossen hat. Da ist die Therapeutin, deren Vater ein ranghoher SS-Mann war und ihr jüdischer Kollege, dessen Großeltern in Ungarn ermordet wurden. Beide sind Mitglied einer Dialog-Gruppe von Kindern aus Täter- und Opferfamilien. Da ist der Sohn der Therapeutin und Enkel des Nazi-Großvaters, der sich als junger Filmemacher schon mit einer gewissen Distanz der Nazigeschichte in der Familie nähert. Da ist der Maler, Sohn eines Fliegerhelden aus dem 2. Weltkrieg, der in großen Lettern auf ein Bild schreibt: Nachlass lass nach! Und da ist die junge Israelin, Enkelin eines Ausschwitz-Überlebenden, die nach Deutschland geht und sich für die Motive der Täter interessiert. Wir treffen sie als Guide in der Gedenkstätte ‚Topografie der Terrors’.

Mehr Infos zum Film unter http://www.nachlass-derfilm.de

Mantra - Sounds into Silence

Ab So., 30.09. um 11:30 Uhr im Odeon

Regie: Georgia Wyss
Plakatmotiv "Mantra - Sounds into Silence"
E / 2017
So., 30.09. um 11:30 Uhr in Anwesenheit der Regisseurin Georgia Wyss.

Dokumentarfilm von Georgia Wyss, in dem es um den sogenannten Kirtan geht. Dabei finden sich Menschen zusammen, um gemeinsam Matras zu singen, was Heilkräfte freisetzen und für inneren Frieden sorgen soll. Die traditionellen Klangformeln stammen ursprünglich aus Indien und wurden in der westlichen Welt zunächst nur für die musikalische Untermalung von Yogastunden verwendet, mittlerweile ist der Kirtan jedoch zu einer weltweiten Bewegung geworden und wird auch auf Konzerten und Festivals sowie in allen möglichen Alltagssituationen gesungen. Ein Beweis für die Popularität der Musik ist auch, dass Szenestars wie Deva Premal & Miten, Krishna Das, Jai Uttal und Dave Stringer, die in „Mantra - Sounds Into Silence“ porträtiert werden, mittlerweile sogar schon für Grammys nominiert wurden.
Mehr Infos zum Film unter http://www.mantra-film.de/

Werk ohne Autor

Ab 03.10. im Odeon

Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
Plakatmotiv "Werk ohne Autor"
Frei ab 12 Jahren
D / 2018
Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt WERK OHNE AUTOR über drei Epochen deutscher Geschichte von dem dramatischen Leben des Künstlers Kurt (Tom Schilling), seiner leidenschaftlichen Liebe zu Elisabeth (Paula Beer) und dem folgenschweren Verhältnis zu seinem undurchsichtigen Schwiegervater Professor Seeband (Sebastian Koch), dessen wahre Schuld an den verhängnisvollen Ereignissen in Kurts Leben letztlich in seiner Kunst und seinen Bildern ans Licht kommt.

Florian Henckel von Donnersmarck: "Ich freue mich, mit meinen Weggefährten von "Das Leben der Anderen" einen neuen Film anzugehen. Ich hoffe, dass es uns gelingen wird, einen Film zu machen, der zeigt, dass Kunst Dinge erahnen kann, die dem Verstand für immer verschlossen bleiben."

"Werk ohne Autor" geht ins Oscar-Rennen für Deutschland.

"Werk ohne Autor" Clipvon Florian Henckel von Donnersmarck und den Produzenten Pergamon Film und Wiedemann & Berg Film wird für Deutschland ins Rennen um eine Oscarnominierung in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Kinofilm" gehen. Dies hat eine von German Films berufene, unabhängige Fachjury entschieden. Insgesamt wurden elf Filme für die Auswahl eingereicht.

Die neunköpfige Jury mit Jurysprecher Moritz Hemminger (Verband deutscher Filmexporteure) begründete ihre Entscheidung folgendermaßen: "'Werk ohne Autor' erzählt in einem großen epischen Bogen ein bewegendes Künstlerschicksal im Nachkriegsdeutschland, in einer Zeit, als es schwierig war zu einer eigenen Kunstsprache zu finden. Der Film hat, unterstützt von einem grandiosen Schauspielerensemble, große poetische Momente und geht gleichzeitig einer essentiellen, auch heute noch aktuellen Frage nach: Das Finden einer eigenen Haltung."

Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=ydiOjug2YhM

Alles ist gut

Ab 04.10. | Preview: 01.10. 20 Uhr Zu Gast Regisseurin Eva Trobisch im Odeon

Regie: Eva Trobisch
Plakatmotiv "Alles ist gut"
Frei ab 12 Jahren
D / 2018
Wenn man die Dinge nicht zum Problem macht, hat man auch keins. Mit dieser Haltung begegnet Janne auch dem Umstand, dass der Schwager ihres neuen Chefs gegen ihren Willen mit ihr geschlafen hat. Sie verheimlicht den Vorfall und lässt alles erstmal seinen gewohnten Gang gehen. Doch ihr Schweigen hat Folgen, nicht nur für die Liebe zu ihrem Freund Piet. Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=V5qCmn-SkQ8

Seniorentreff im Kino

Ab 10.10. im Odeon

Regie: diverse
Plakatmotiv "Seniorentreff im Kino"
Frei ab 6 Jahren
2018
Nächster Termin:

Mittwoch, 11.10. um 14:30 Uhr
Überraschungsfilm
Eintritt: 4 €

Eine gefangene Frau

Ab 11.10. im Odeon

Regie: Bernadett Tuza-Ritter
Plakatmotiv "Eine gefangene Frau"
Frei ab 12 Jahren
H / 2017
Do., 11.10. um 20 Uhr Premiere „A Woman Captured“ zu Gast Regisseurin Bernadette Tusza.

EINE GEFANGENE FRAU (A woman captured) handelt von Marisch, einer 52-jährigen Ungarin, die ein Jahrzehnt lang einer Familie diente - bei 20-Stunden-Arbeitstagen und ohne Arbeitslohn. Ihre Unterdrücker konfiszierten ihre Ausweispapiere und sie darf das Haus nur mit ausdrücklicher Erlaubnis verlassen. Sie behandeln sie wie ein Tier, geben ihr nur Essensreste und kein Bett zum Schlafen.

Marisch fristet ihr Dasein in ständiger Angst, träumt jedoch davon, ihr Leben zurückzuerlangen.

Die Präsenz der Kamera hilft ihr zu begreifen, dass sie nicht völlig auf sich allein gestellt ist. Sie beginnt Vertrauen zu fassen; nach zwei Jahren Dreh sammelt sie ihren ganzen Mut zusammen und enthüllt ihren Plan: „Ich werde fliehen.“

Der Film folgt Marischs heroischem Weg zurück in die Freiheit.

Mehr Infos zum Film unter https://www.partisan-filmverleih.de/filme/a-woman-captured/

European Art Cinema Day

Ab 14.10. im Odeon

Plakatmotiv "European Art Cinema Day"
2018

Am So., 14. Oktober 2018 findet der dritte „European Art Cinema Day“ statt. Der Tag, der den europäischen Film und das Kino in den Fokus rückt, ist jetzt in Cannes vom internationalen Arthouse-Kinoverband CICAE ins Leben gerufen und steht unter der Schirmherrschaft der deutschen Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und der französischen Kulturministerin Audrey Azoulay. Mehr als 1.000 Kinos werden an diesem Tag mit europäischen Previews, Kinderfilmen und Meilensteinen der Filmgeschichte die Vielfalt europäischen Filmschaffens feiern. Begleitende Filmgespräche, Empfänge und Ausstellungen veranschaulichen das Engagement der Arthouse-Kinos für eine lebendige, filmkulturelle Vielfalt. Der europäische Film und das Kino spiegeln in besonderer Weise die kulturelle, soziale und sprachliche Diversität unseres Kontinents wieder. Der „European Art Cinema Day“ will diesen Wert hervorheben und durch innovative Aktionen ein breites, auch jüngeres Publikum von Filmkunst und Kino begeistern. Begleitet und umgesetzt werden die Maßnahmen von den 11 nationalen Arthouse-Kinoverbänden, in Deutschland von der AG Kino-Gilde e.V.. Der „European Art Cinema Day“ soll künftig jährlich im Herbst stattfinden.

 Liebe ODEON-Besucher,  für Europa ins Kino ...
wir sind nicht nur Teil eines deutschen Programmkino/Filmkunst Kino Netzwerkes, der AG Kino, sondern auch Teil von zwei europäischen Netzwerken Cicae und Europa Cinemas. Thematische und sprachliche Vielfalt und das Interesse für die Nachbarn liegen also in unseren Genen. In den letzten Jahren haben wir am Europäischen Kinotag der in 1000 Kinos in ganz Europa gefeiert wird immer nur mit Previews den weiten Blick unserer Themenwelt unterstrichen.

Aber es hat sich etwas verändert, in Europa und in Deutschland. Eine Grundvorraussetzung für den Kinobesuch die Fähigkeit und Bereitschaft zur Empathie scheint sich in unserer Gesellschaft zurückzuentwickeln, Egoismus und Rassismus sind wieder auf dem Vormarsch.

Dadurch hat unsere alltägliche Arbeit für Neugierde und Empathie als Grundvoraussetzungen für ein demokratisches Miteinander eine ganz neue politische Dimension gewonnen.

 

So., 14.10. um 15 Uhr
Der Trafikant
D 2018 | 114 Min. | FSK 12 | Regie: Nikolaus Leytner


nach dem Roman von Robert Seethaler. Ein Plädoyer für Zivilcourage.



Mehr Infos zum Film unter https://tobis.de/film/der-trafikant/

Sonderveranstaltung: Unser Saatgut - Wir ernten, was wir säen

Ab 14.10. um 19 Uhr im Odeon

Regie: Taggart Siegel von Jonathan Betzler
Plakatmotiv "Sonderveranstaltung: Unser Saatgut - Wir ernten, was wir säen"
USA / 2017
Eine Veranstaltung mit Slow Food Deutschland e.V. und MISEREOR

Gesprächsrunde mit:
Rowena Buena, MISEREOR-Partnerorganisation MASIPAG
Taggart Siegel, Regisseur
Sven Johannsen, Slow Food Deutschland e.V., Slow Food Köln, Ernährungsrat Köln
Moderation: Rebecca Struck, MISEREOR
Ausklang bei einer kleinen Verkostung von Slow Food.


Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kostbar und lebensnotwendig wie Samen. Verehrt und geschätzt seit Beginn der Menschheit, sind sie die Quelle allen Lebens. Sie ernähren und heilen uns und liefern die wichtigsten Rohstoffe für unseren Alltag. In Wirklichkeit sind sie das Leben selbst. Doch diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 % aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne wie Syngenta und Bayer/Monsanto kontrollieren mit genetisch veränderten Monokulturen längst den globalen Saatgutmarkt. Immer mehr passionierte Bauern, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer kämpfen daher wie David gegen Goliath um die Zukunft der Samenvielfalt. Mehr Infos zum Film unter http://www.wfilm.de/unser-saatgut/

Guilty

Ab 18.10. im Odeon

Regie: Gustav Möller
Plakatmotiv "Guilty"
Frei ab 12 Jahren
DK / 2018
Ganz klein und zitternd ist Ibens Stimme am Telefon. Unter Todesangst tut sie so, als würde sie mit ihrer Tochter telefonieren. Ihr Entführer sitzt neben ihr im Wagen und darf unter keinen Umständen bemerken, dass sie den Notruf der Polizei gewählt hat. Dort nimmt Asger Holm Ibens Anruf entgegen.

Er weckt alle Polizisteninstinkte in ihm. Er will ihr helfen! Sofort! Aber dafür hat er nur sein Telefon und keine Zeit zu verlieren... Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=jm-tv9PGjSQ

Ex Libris: Die Public Library von New York

Ab 25.10. im Odeon

Regie: Frederick Wiseman
Plakatmotiv "Ex Libris: Die Public Library von New York"
USA / 2017
Mit über 51 Millionen Medien ist die New York Public Library eine der größten Bibliotheken der Welt. Doch das 1911 eröffnete Haus ist mehr als ein altehrwürdiges Archiv des Wissens, Sammelns und Bewahrens von Informationen – im Zuge der digitalen Revolution erfindet sich die Bibliothek neu als ein vielschichtiger und lebendiger Ort des gemeinsamen Lernens. Dokumentarfilm-Legende Frederick Wiseman ist mit seiner Kamera tief in den Kosmos der New York Public Library eingedrungen und hat einen Ort entdeckt, an dem Demokratie gelebt wird. Hier, zwischen Bücherstapeln und Monitoren, kann jeder sein Recht auf Bildung wahrnehmen und sich mit Anderen austauschen. Die Kraft der Gedanken ist der Anfang einer besseren Welt. Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=wtPpHocZ1r8

25KM/H

Ab 01.11. im Odeon

Regie: Markus Goller
Plakatmotiv "25KM/H"
Frei ab 6 Jahren
D / 2018
Nach 20 Jahren treffen sich die beiden Brüder Georg (Bjarne Mädel) und Christian (Lars Eidinger) auf der Beerdigung ihres Vaters wieder. Beide haben sich zunächst wenig zu sagen: Georg, der Tischler geworden ist und seinen Vater bis zuletzt gepflegt hat, und der weitgereiste Top-Manager Christian, der nach Jahrzehnten erstmalig zurück in die Heimat kommt. Doch nach einer durchwachten Nacht mit reichlich Alkohol beginnt die Annäherung: Beide beschließen, endlich die Deutschland-Tour zu machen, von der sie mit 16 immer geträumt haben – und zwar mit dem Mofa. Völlig betrunken brechen sie noch in derselben Nacht auf. Trotz einsetzendem Kater und der Erkenntnis, dass sich eine solche Tour mit über 40 recht unbequem gestaltet, fahren sie unermüdlich weiter. Während sie schräge Bekanntschaften machen und diverse wahnwitzige Situationen er- und überleben, stellen sie nach und nach fest, dass es bei ihrem Trip nicht alleine darum geht, einmal quer durch Deutschland zu fahren, sondern den Weg zurück zueinander zu finden. Mehr Infos zum Film unter http://www.sonypictures.at/player.html?ID=3e6a1d69-efd0-4441-b2da-91d6dc464cc8&format=0&bandwidth=0

Der Trafikant

Ab 01.11. im Odeon

Regie: Nikolaus Leytner
Plakatmotiv "Der Trafikant"
Frei ab 12 Jahren
D / 2018
Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel (Simon Morzé) verlässt sein Heimatdorf am Attersee, um beim Wiener Trafikanten Otto Trsnjek (Johannes Krisch) in die Lehre zu gehen. Zu den Stammkunden des kleinen Tabakladens zählt auch der bereits von fortschreitendem Alter und Krankheit gezeichnete Sigmund Freud (Bruno Ganz), von dem Franz auf Anhieb fasziniert ist. Als der Junge sich unglücklich in die schöne Varietétänzerin Anezka (Emma Drogunova) verliebt, sucht er Rat bei Freud, muss aber eststellen, dass dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso großes Rätsel ist. Franz ist dennoch fest entschlossen, um seine Liebe zu kämpfen, wird aber in den Strudel der politischen Ereignisse gezogen, als Hitlers Truppen das Kommando übernehmen...

 DER TRAFIKANT ist die mit Spannung erwartete Verfilmung von Robert Seethalers gleichnamigem Bestseller. Mit viel Gespür für den bittersüßen, poetisch-leichtfüßigen Tonfall des Romans erzählt Regisseur Nikolaus Leytner die anrührende und aufwühlende Coming-of-Age-Geschichte des arglosen und vorurteilsfreien Provinzburschen Franz Huchel, der sich nicht nur mit den Verwirrungen der Liebe herumschlagen, sondern angesichts der dramatischen Ereignisse in Wien nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich auch viel zu schnell erwachsen werden und Zivilcourage beweisen muss.

Mehr Infos zum Film unter https://tobis.de/film/der-trafikant/