'Viel passiert'
Das ODEON-Lichtspieltheater in der Kölner Südstadt
Severinstraße 81 50678 Köln
Die Geschichte des heutigen ODEON-Kinos beginnt Mitte der 50'er Jahre.
Das Wochenschau- und Spielfilmkino im Nachkriegsdeutschland boomt.
1956 eröffnet die Kinobetriebsgesellschaft 'Filmbühne Dr. Sander KG'
unter dem Namen 'RHENANIA' an Stelle der im Krieg völlig zerstörten
'Vrings-Oper' einen großzügigen Kinoneubau mit 700 Plätzen. Filme wie
'Der Hauptmann von Köpenick' mit Heinz Rühmann oder die 'Trapp Familie'
füllen das geräumige Kino mühelos über Monate.
Anfang der Siebziger Jahre beginnt in Deutschland das große Kinosterben
der 50'er Jahre Filmpaläste. Die weite Verbreitung des Fernsehens lässt
die Besucher zu Hause bleiben.
Auch im ODEON gehend die Besucherzahlen dramatisch zurück. Entsprechend
häufig wechseln die Betreiber des Kinos. Erst Ende der Siebziger Jahre
beginnt für das ODEON eine neue Phase der Stabilität durch die
Umwandlung des Kinobetriebs in ein Theater. 'Theater im Vringsveedel'
heißt es offiziel von 1977 bis Dezember 1986, aber vorallem als nach
seiner Betreiberin benanntes 'TRUDE HERR-THEATER' ist es auch heute
noch im Gedächtnis vieler Kölner.
www.trudeherr.de
1987 wird das 'Theater im Vringsveedel' von den damaligen Betreibern
des 'Broadway' und 'Off-Broadway' vormals 'Lupe(1)', Albrecht
Winterberg und Heinz Holzapfel (u.a.) übernommen, vollständig renoviert
und im Oktober unter seinem heutigen Namen ODEON als Kino
wiedereröffnet.
1994 wird das Kino in der Südstadt zusammen mit dem Broadway auf der
Ehrenstraße und dem Off-Broadway auf der Zülpicherstraße von der
'Arthaus-Lichtspieltheater Betriebs-GmbH', einer Tochter der
'Kinowelt-Medien-AG', übernommen.
Durch die spektakuläre Krise des Kinowelt-Mutterkonzerns muss die
'Arthaus'-Tochter den Betrieb ihrer Filmkunstkinos im Jahr 2001 in ganz
Deutschland einstellen. Am 30.11.2001 wird das Odeon-Kino in Köln
zusammen mit dem Broadway geschlossen, obwohl sich rund 25.000 Kölner
mit ihren Unterschriften für den Erhalt der Kinos eingesetzt hatten.
Nach einer gut dreimonatigen Schließung und einer grundlegenden
Renovierung, ermöglicht durch eine Sofortmaßnahme der Filmstiftung NRW,
wird das ODEON am Mittwoch den 6. März 2002 mit einer Preview der
französischen Kömödie 'Tanguy' von der zur Rettung des ODEONS
gegründeten ODEON-Lichtspieltheater GmbH (Dieter Hertel, Jürgen Lütz,
Christian Schmalz und Angela Wilde) neueröffnet.
Der reguläre Spielbetrieb startet am Donnerstag den 7.März mit der
Premiere von Wim Wenders BAP-Film 'Viel passiert' in dem neben BAP und
Wolfgang Niedecken auch Köln und die Kölner Südstadt eine wichtige
Rolle spielen.
Vom ersten Tag an wird das neue ODEON-Lichtspieltheater mit seinem
ausgewählten und abwechslungsreichen Filmkunstprogramm von den Kölnern
angenommen. Akustikbaumaßnahmen im Saal und Verbesserungen der Ton- und
Projektionstechnik garantieren Vorstellungen, die allen modernen
Ansprüchen des Kinobesuchs gerecht werden. Der großzügige Kinosaal mit
seinen 374 Plätzen beeindruckt durch seine nostalgische Filmpalast
Atmosphäre und seine 84 m2 große Leinwand.
Darüberhinaus locken das Café des ODEONS und der Biergarten nicht nur Filmbesucher in das Kino der Südstadt.